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Bestätigen immer mehr moderne Demokratien eine antike Theorie?

„Wir haben nun genügend dargelegt, wie eine Diktatur aus einer Demokratie entsteht“, dies schreibt Platon (ca. 428-348 v.Chr.) am Ende des 8. Buches seines „Staates“, zum Abschluss einer längeren Diskussion des Themas – wie immer bei Platon in der Form eines sog. literarischen, d.h. erfundenen, Dialogs. Er verwendet das Wort „Tyrannis“, aber die lateinische Entsprechung „Diktatur“ macht die Sache heute verständlicher. – Von Dr. Theo Wirth*, Gastautor bei „PolitReflex“.

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Starkes Vertrauen in Wissenschaft, Polizei und Gerichte

„Science, police et tribunaux – le trio gagnant“: Unter diesem Titel kommentiert „Le Matin Dimanche“ am 30.11.25 eine Studie der ETH Zürich, basierend auf der Befragung von 2’130 Personen durch das Institut DemoSCOPE. Sie ergab, dass Wissenschaft, Polizei und Gerichte – in dieser Reihenfolge – die Spitzenplätze einer Liste des Vertrauens in der Bevölkerung einnehmen.

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Die Neutralität muss mit Blick auf Heute und Morgen beurteilt werden

Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wolle „mit gutem Grund“ an der Neutralität festhalten, schreibt der Zürcher Ständerat Daniel Jositsch im Tages-Anzeiger vom 26.11.25: „Denn immerhin ist die Schweiz in den letzten 200 Jahren gut damit gefahren.“ Das kommt einer Weigerung gleich, die Neutralität mit Blick auf Heute und Morgen zu beurteilen.

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Am Ursprung des strategischen Bedeutungsverlusts Europas steht Adolf Hitler

Man kann den demokratischen Rechtsstaaten berechtigte Vorwürfe der Vernachlässigung ihrer militärischen Sicherheit machen. Aber es ist daran zu erinnern, dass Adolf Hitler den strategischen Niedergang Europas verursacht hat. Dies ist auch von Bedeutung, wenn wir entscheiden müssen, wie wir uns zur Machtambition heutiger Rechtsextremer stellen, die die nationalsozialistische und faschistische Vergangenheit verharmlosen oder gar glorifizieren.

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Greift Putin früher an als bisher gedacht? Die Schweiz muss sich vorbereiten

Sabotage des polnischen Eisenbahnnetzes, Laserattacke von einem russischen Kriegsschiff aus gegen britische Militärpiloten: Einschüchterungsstrategie Putins – oder bereits Anzeichen, dass er die Nato früher angreifen will als bisher vermutet? Jedenfalls sollten Bundesrat und Parlament dafür sorgen, dass die Schweiz in diesem Fall nicht wieder überrascht und konzeptlos ist, wie beim Angriff auf die Ukraine.

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Zur „Masseneinwanderungsinitiative“ als Argument im Kampf um die Bilateralen III

Im Zusammenhang mit dem Stabilisierungspaket („Bilaterale III“) wird die Umsetzung der „Masseneinwanderungsinitiative (MEI)“ auch von namhaften Autoren als „demokratiepolitischer Sündenfall“ (Oliver Zimmer, NZZ 21.10. 25; Hansueli Schöchli, NZZ 23.10. 25) bezeichnet. Dabei wird oft zumindest unterschwellig der Eindruck erweckt, dies sei ein Akt politischer Willkür und bei gutem Willen wäre eine stringentere Umsetzung möglich gewesen. Alt-Nationalrat Kurt Fluri (FDP, Solothurn) hatte sich als Mitglied der nationalrätlichen Staatspolitischen Kommission nach der Annahme der MEI am 9. Februar 2014 bis zur Verabschiedung der Umsetzungsgesetzgebung am 16. Dezember 2016 sehr intensiv mit ihrer Umsetzung befasst. Im folgenden „PolitReflex“-Gastbeitrag nimmt er dazu Stellung.

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Bilaterale III: Gegen krasse Ungleichheit der Stimmrechte in der Abstimmung

Der Grosse Rat des Kantons Aargau entscheidet über einen Antrag der SVP-Fraktion, der Kanton Aargau solle eine Standesinitiative für die Unterstellung der Bilateralen III unter das Ständemehr einreichen. Thomas Pfisterer, alt Bundesrichter und früherer Aargauer Regierungsrat und Ständerat der FDP, begründet in der „Aargauer Zeitung“ vom 20.11.25, weshalb dieser Antrag abzulehnen sei.

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