Leistung, Leistung, Leistung!
Das Gefährliche an der Allianz zwischen „Mump“ und europäischen Rechtsextremisten ist ihre Leistungsfähigkeit: Ökonomisch (geballtes Potenzial von Milliardären), militärisch, propagandistisch (Medienmacht, Imponiergehabe). Die liberale Demokratie kann sich behaupten, aber nur durch Steigerung ihrer eigenen Leistung.
Dazu gehört Kooperationsfähigkeit. „Viel Feind‘, viel Ehr'“ ist die Strategie, um die Auseinandersetzung mit den „Mump“-gestärkten Rechtsextremen zu verlieren. Deren Herausforderung zwingt dazu, das Gemeinsame zu erkennen und in den Vordergrund zu stellen.
Ein Beispiel: Wenn nach den deutschen Bundestagswahlen die Union eine Koalition mit der SPD und/oder den Grünen eingeht, mag sie von Schweizer Publizisten mit Hohn überschüttet werden – aber sie verdient Respekt, und sie hat eine Chance, sich zu behaupten.
Mehrere hier beigefügte Artikel gehen auf diese Entwicklung ein: Link 1, Link 2, Link 3, Link 4, Link 5, Link 6, Link 7, Link 8.
Weitere Themen:
– Zur Entwicklung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU: Link 9, Link 10.
– Die bevorstehende Bundesratswahl rückt ins Blickfeld, dass die Schweiz auf dem Weg in Richtung Koalitionsregierung ist. Wer neu in dieses Gremium eintreten will, muss eine klare Vorstellung haben, wie sie oder er sich in dieses System einbringt. (Link 11)
– Kampagne gegen die Justiz – im angeblichen Namen des „Volkes“. Hierzu der Artikel unter dem Titel „Ist das Volk zu dumm?“ (Link 12), und es sei auch ein Blick auf www.Unser-Recht.ch empfohlen.
Etwas Erfreuliches: Am 18.1.25 konnte PolitReflex zum ersten Mal einen Artikel eines Gastautors verbreiten: Dr. Theo Wirth berichtet über seine Erfahrung mit vorbildlicher Vermittlung von Zeitgeschichte an junge Menschen: „Was man von Enkelinnen lernen kann.“ Vermittlung von Zeitgeschichte wird, wie mehrere Artikel zeigen, die diesem Monatsbrief beigefügt sind, immer wichtiger. Theo Wirths Beitrag erinnert auch an das sehr lesenswerte Buch „‚Fragen hätte ich noch‘: Familiengeschichten, die die Zeitgeschichte erhellen“, das PolitReflex am 15.11.24 vorstellte (Link 13).
PolitReflex wies wiederholt darauf hin, dass das schweizerische Kulturschaffen mehr und mehr aus den Publikumsmedien verdrängt wird. 2024 zerschlugen sich alle Hoffnungen, dass der Bund die Kulturkritik als kulturpolitische Notwendigkeit anerkennen und unterstützen würde. Aber es entstehen Selbsthilfe-Angebote online. Hierzu mein Gastbeitrag bei „Viceversa Literatur“ (Link): „Kulturjournalismus – auf sich selbst angewiesen. Neue Online-Angebote ermutigen, und ‚cültür‚ fördert ihre Verbreitung.“