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443 Artikel

Jetzt formt sich die Beziehung vieler junger Menschen zur Politik.

Die Jungparteien von Mittepartei, Grünliberalen, SP, Grünen und EVP fordern in einem Brief an den Bundesrat, dass die Jugend an der Corona-Politik mitwirken kann*. Dafür verdienen sie Unterstützung, Anerkennung und Dank. Denn die Erfahrungen mit Corona, Klimawandel und Europapolitik formen derzeit die Beziehung vieler junger Menschen zur Politik.

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Fall „NZZ am Sonntag“: Wir sind nicht hilflos gegen Fehlentwicklungen in der Medienlandschaft.

Wenn der NZZ-Verlag eine Marktlücke öffnet, indem er die „NZZ am Sonntag“ durch den Wechsel in der Chefredaktion auf den Kurs der Leitung der NZZ des Werktags zwingt, muss er mit Kräften rechnen, die diese Lücke füllen: Durch Weiterentwicklung eines bestehenden oder durch Schaffung eines neuen Angebots. Online oder gedruckt, wohl eher online. Es gibt Beispiele dafür.

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NZZ – künftig sonntags wie werktags?

Vorfreude bei der „Weltwoche“ über den Wechsel in der Chefredaktion der „NZZ am Sonntag“: Er setze dem „bunt-grünen Jekami“ ein Ende. Man mochte dem NZZ-Verwaltungsrat bisher zugute halten, dass er es für verlagspolitisch sinnvoll erachte, ein eigenes Profil der „NZZ am Sonntag“ zuzulassen. Es wird sich bald zeigen, ob der neue Chefredaktor Jonas Projer den Auftrag hat – und ausführt -, damit Schluss zu machen. Jedenfalls ist der Vorgang im Zusammenhang der Entwicklung und des Erneuerungsbedarfs des schweizerischen Mediensystems zu sehen.

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Das Wichtigste gehört an die Urne – auch in der Europapolitik.

Dass die wichtigsten Entscheidungen in der Schweiz an der Urne gefällt werden sollen, findet wohl fast hundertprozentige Zustimmung. Aber jetzt, wo es um das Institutionelle Rahmenabkommen geht – eine europapolitische Weichenstellung von grösster Bedeutung -, zeichnet sich ab, dass die Regierung allein entscheidet. Nur schon eine Beratung im Parlament ist offenbar nicht erwünscht, und ein Volksentscheid erst recht nicht.

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Regierungsumbildung in der Schweiz?

Eine Regierungsumbildung ist grundsätzlich auch in der Schweiz möglich, und auch schon vorgekommen. Hätte die Schweiz eine geführte Regierung, ein Präsidium mit Kompetenzen, kann man sich vorstellen, dass dieses Präsidium nun den bisherigen EDI-Chef aus der Schusslinie nähme und das Corona-Management einem Regierungsmitglied aus der bürgerlichen Mehrheit übertrüge.

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Corona: Trotz aller Unzufriedenheit mit dem Bundesrat – das Parlament kann ihn nicht ersetzen.

Regieren heisst nicht nur beschliessen, sondern auch Beschlüsse erarbeiten, auch unter hohem Zeitdruck. Wenn das Parlament Regierungsfunktionen an sich ziehen würde, müsste es hierfür auch seine Verwaltung und seinen Stab ausbauen, diese führen und über ihre Anträge zeitgerecht entscheiden. Das ist unrealistisch, ganz besonders für ein nur teilweise professionelles „Miliz“-Parlament wie das schweizerische.

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Die SVP-Bundesräte bekennen sich zu Kollegialität – beeinflusst das die Entwicklung der Partei?

Alle Achtung! Die Bundesräte Guy Parmelin und Ueli Maurer nahmen am 18.2.21 ihren Kollegen Alain Berset, der unter anderem Gesundheitsminister ist, vor Angriffen der SVP in Schutz. Gleichzeitig riefen sie in Erinnerung, dass der Bundesrat auch die Corona-Massnahmen als Kollegium beschliesst. Das wird die Parteiführung um Thomas Aeschi, Magdalena Martullo-Blocher und Roger Köppel nicht von ihrem immer extremeren Oppositionskurs abbringen. Eine andere Frage ist die nach dem Weg der SVP in die Nach-Blocher-Ära.

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Hohe Zeit der Maulwürfe – oder: Real-existierende „Konkordanz“.

„Wie ‚Blick‘ aus mehreren Quellen erfahren hat, schlägt Berset vor, jeweils per Monatsanfang neue Lockerungsschritte vorzunehmen – sofern die Fallzahlen das zulassen. (…)“ (Blick, 17.2.21) – Und der neuste Hit aus der Polit-Zoologie: Maulwürfe werfen auch Maul über Artgenossen. „Sittenbild“ der real-existierenden „Konkordanz“.

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