PolitReflex Monatsbrief Oktober 2025
Bilaterale III: Zur Forderung nach dem Ständemehr / Zur Erwartung, dass die Nato die Schweiz schützt
Bilaterale III: Zur Forderung nach dem Ständemehr / Zur Erwartung, dass die Nato die Schweiz schützt
„Wo bleibt das Positive?“ Zum Beispiel in den Räumen des Gemeindehauses von Uzwil SG, in denen kulturelles Erbe im kommunalen Alltag präsent ist. Verwaltungsleiter Thomas Stricker, dem dies zu verdanken ist, stellt sie im „Toggenburger Jahrbuch 2026“ vor.
Jetzt beide NZZ-Blätter für das Erfordernis des Ständemehrs – 76 % Nein zur „Frage der Woche“ des „SonntagsBlicks“.
Nach bisher verbreitet gewesener Meinung wird sich Ungarn einen Bruch mit EU und Nato aus finanziellen und wirtschaftlichen Gründen nicht leisten. Aber Orban führt jetzt seinen Wahlkampf gegen die EU, und ein Osteuropa-Experte hält einen Lagerwechsel Ungarns für gegeben.
Der Zuger Ständerat Matthias Michel begründete an der Delegiertenversammlung der FDP Schweiz vom 18. Oktober, dass es verfassungswidrig wäre, die mit der Europäischen Union ausgehandelten Verträge dem obligatorischen Referendum zu unterstellen und damit dem Ständemehr auszusetzen. Die Delegiertenversammlung entschied so.
Zurecht weist die FDP Schweiz die undemokratische Anmassung zurück, DEN VOLKSWILLEN BRECHEN ZU WOLLEN durch die höhere Stimmkraft der Stimmberechtigten kleiner Kantone.
Die ersten und bisher einzigen Atomwaffeneinsätze – auf Hiroshima und Nagasaki – fanden abseits des Kontinents statt, von dem her sie ausgeführt wurden. Von welcher Bedeutung ist für einen rationalen Entscheid über einen Atomwaffeneinsatz das Kriegsziel des Angreifers, das angegriffene Territorium zu besetzen, das darauf lebende Volk und seine Wirtschaft auszubeuten – und vielleicht auch, wie Hitler, dem eigenen Volk „Lebensraum“ zu erschliessen? Und wann setzt der Verteidiger Atomwaffen ein?
An NZZ-Häme über Deutschland mussten wir uns längst gewöhnen. Und nun folgt ebenso krasse Frankreich-Verachtung, vorgetragen durch den Ressortchef International, Benedict Neff, persönlich: „Verlotterte Republik“, titelt er in der Ausgabe vom 9.10.25.
Wichtige Bundespolitiken müssen Regierungs- und Kollegialpolitiken sein. Migrationspolitik ist zweifellos eine wichtige Bundespolitik.
Dieser Tage wird zurecht vermehrt darüber geschrieben und gesprochen, mit welcher Selbstverständlichkeit die offizielle Schweiz damit rechnet, durch die Nato und vielleicht künftig durch eine europäische Verteidigungsorganisation verteidigt zu werden, ohne dass die Schweiz eine valable militärische Eigenleistung erbringt, von Gegenleistung gar nicht zu reden.
„PolitReflex“ wies mehrmals darauf hin, dass die Bedeutung des Europarates, seines Einsatzes für Rechtstaatlichkeit und Demokratie in Europa, unterschätzt wird. Ständerat Matthias Michel (FDP-Liberale, Zug), Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, bestätigt es in seinem neusten Newsletter.
Umfragen ergeben, dass eine wachsende Mehrheit der Bevölkerung solide, vertraglich abgestützte und entwicklungsfähige Beziehungen zur EU will. Anderseits ergibt eine Umfrage, die der „Tages-Anzeiger“ am 2. Oktober 2025 publiziert, für die SVP eine rekordhohe Zustimmung von 29,8 Prozent.