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156 Artikel

Von „Feuilleton-Dienst“ zu „CÜLTÜR“: Von Gegenkraft gegen Nazi-Ungeist zu zukunftsfähigem Kulturjournalismus

Kulturredaktorin Martina Läubli erinnert in der „NZZ am Sonntag“ daran, dass die Schaffung des „Feuilleton-Diensts“ eine von mehreren Massnahmen zur geistigen Landesverteidigung war: Um schweizerisches Kulturschaffen zu stärken, als Gegenkraft zum andrängenden Ungeist der Nazis. Aus dem „Feuilleton-Dienst“ ging ch-intercultur, Verein für Kulturkritik, hervor, seit November 2024 Träger des Onlinemediums „CÜLTÜR“.

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PolitReflex Monatsbrief Dezember 2025

Putin Richtung Kriegsziele / Trump will anderes Europa / Bilaterale III: Volksmehr gefährdet / Zurück ins Réduit? / Wachsender Widerstand gegen Eindämmung der Klimaerwärmung

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Im Schneesturm der Macht: Europas entscheidendes Zeitfenster

In Leo Tolstois Schneesturm verliert der Herr trotz Macht und Besitz die Orientierung, während der Knecht durch Nähe zur Realität überlebt – ein Gleichnis dafür, dass ungeordnete Stärke zerfällt, während Ordnung auch in der Schwäche trägt. – Zwischen den Zeilen der Macht – Einblicke in Politik und globale Zusammenhänge. Ein Essay des PolitReflex-Gastautors Dr. Ruedi Jeker*.

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Mitregieren? In die Opposition gehen? Sich verweigern?

„Liberale haben ihre Ideen verraten“: So die Überschrift des Leitartikels von Morten Freidel, stellvertretender Chefredaktor der NZZ Deutschland in Berlin, auf der Frontseite der NZZ vom 20.12.2025. Der Verratsvorwurf ist verfehlt. Denn er missachtet die realpolitische Wahl, die die Parteien – nicht nur die liberalen – immer wieder zwischen Alternativen treffen müssen, von denen keine die kompromisslose und wirksame Umsetzung des Programms erlaubt. Die Schweizer „Zauberformel“, die deutschen, österreichischen und anderen Koalitionen zeigen auf, worum es geht.

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Zur Kriegsschuld-Propaganda Putins

Kann der Kreml glauben machen, er habe die Ukraine überfallen müssen, um einen Russlandfeldzug der Nato zu verhindern? Darauf läuft es hinaus, wenn Putin versucht, die Schuld am Ukrainekrieg der Nato zuzuschieben. Aber so wird Putin auch propagieren, wenn er einen baltischen Nato-Staat angreift.

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Personenkult – eine Erfolgsstrategie?

„Das Kennedy Center in Washington wird nach dem Willen des Kuratoriums in Trump-Kennedy Center umbenannt. (…) Erst Anfang Dezember war das Friedensinstitut in Washington in Donald-J.-Trump-Friedensinstitut umbenannt worden.“ (Frankfurter Allgemeine, 20.12.2025)

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Volksabstimmung – Plebiszit über den Departementschef?

Ein Beispiel: Die Ausländer- und Migrationspolitik ist nicht nur eine Departements-, sondern eine Bundesratspolitik. Aber die 10-Millionen-Initiative der SVP könnte entscheidende zusätzliche Stimmen bekommen, weil das Nein durch einen linken, urbanen Departementsvorsteher vertreten wird, der unter wachsendem Druck aus den Kantonen und Kommunen steht.

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Der Komponist Joachim Raff – wirkungsstark in Erinnerung gerufen

Weshalb ist das Archiv Joachim Raff in Lachen SZ ein Thema für „PolitReflex“? Weil es eine eindrückliche, erfolgreiche Leistung begeisterter, hingebungsvoller Einzelner ist. Und weil ein kulturelles Leben und Denken, das sich nicht in passivem Erleben und in Kult erschöpft, auf solche Leistungen angewiesen ist. Sie hervorzuheben und zu würdigen, ist deshalb Kulturpolitik.

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Der Wehrwille hängt nicht nur von der Beziehung zum Staat ab

AfD-Politiker wollen den Wehrwillen der Deutschen untergraben mit der Propagandaformel: „Doch nicht für DIESEN Staat“. Aber selbst bei verbreiteter Unzufriedenheit hängt der Wehrwille nicht nur von der Beziehung zum Staat ab, in dem man lebt, sondern auch davon, wie man denjenigen einschätzt, dessen Angriff droht: Weshalb will er unser Land einnehmen, und was brächte er uns? Wie würde es sich auf uns auswirken, wenn er unser Land erobern würde?

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Bestätigen immer mehr moderne Demokratien eine antike Theorie?

„Wir haben nun genügend dargelegt, wie eine Diktatur aus einer Demokratie entsteht“, dies schreibt Platon (ca. 428-348 v.Chr.) am Ende des 8. Buches seines „Staates“, zum Abschluss einer längeren Diskussion des Themas – wie immer bei Platon in der Form eines sog. literarischen, d.h. erfundenen, Dialogs. Er verwendet das Wort „Tyrannis“, aber die lateinische Entsprechung „Diktatur“ macht die Sache heute verständlicher. – Von Dr. Theo Wirth*, Gastautor bei „PolitReflex“.

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