Sie befinden sich hier:

Migration: Regierungs- oder Departementspolitik?

Wichtige Bundespolitiken müssen Regierungs- und Kollegialpolitiken sein. Migrationspolitik ist zweifellos eine wichtige Bundespolitik.

Der Rundschlag, den am 7.10.25 ein Hardliner der NZZ-Redaktion gegen Bundesrat Jans führt (Link), unterstellt, dass die Migrationspolitik eine Departementalpolitik sei, ohne Mitwollen und Mitverantworten des Kollegiums.
Man mag die in diesem Artikel geübte Kritik ganz, teilweise oder gar nicht teilen – unabhängig davon stellt sich die Frage: Trifft es zu, dass die Migrationspolitik keine Kollegialpolitik ist? Nein. Wer ist daran interessiert, trotzdem diesen Eindruck zu erwecken?

Auf das „Zauberformel“-Prinzip der sachpolitisch unverbindlichen Zugehörigkeit zur Regierung können sich – bedenklich genug – die Parteien berufen, nicht aber die Mitglieder der Kollegialregierung.

Mehr dazu:

„Wird sich der Niedergang des Kollegialprinzips auf die Regierungsbildung auswirken?“ (Link)

„Wählt die Bundesversammlung allmächtige Chefinnen und Chefs der Departemente?“ (Link)

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Medienförderung: Die seltsamen Selbstverständlichkeiten der Gegnerinnen und Gegner.

Journalistische Arbeit kann finanziert werden:
durch die Konsumentinnen und Konsumenten von Information, Recherche, Analyse und Kommentar;
durch Werbeauftraggeber:innen;
durch Financiers und Financières;
durch staatliche Subventionen – in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen. Mit jeder dieser Finanzierungsquellen sind Risiken von Abhängigkeit verbunden. Ein interessantes Thema. Interessant ist auch, was die Gegnerinnen und Gegner der Medienförderungsvorlage herausgreifen, und was für sie anscheinend selbstverständlich ist.

Weiterlesen »