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164 Artikel

Platons Leiden unter Poppers Verfälschungen

„PolitReflex“-Gastautor Dr. Theo Wirth* stellt zu diesem Artikel einleitend fest: Der folgende Text „leidet“ zwar nicht an besonderer Aktualität, aber Karl R. Poppers berühmter Doppelband „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ erlebt trotz vorgerückten Alters immer wieder lobende Erwähnungen, die Poppers schwerwiegende Fehler – die teilweise gut bekannt sein sollten – nicht berücksichtigen oder nicht kennen.

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„Kaffeehaus ist überall.“ Der Artikel.

Nach fünf Aufführungen unserer musikalischen Lesung, «Kaffeehaus ist überall», im Atelier Theater Meilen, Heubühne, wurde mir nachdrücklich vermittelt über diese Thematik einen Artikel zu schreiben. Ulrich E. Gut, der diese Anregung aussprach, hat sich denn auch als «Empfänger» zur Verfügung gestellt!

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Dem Holocaust nach London entkommen – in Zürich gelebt und gewirkt

Am Montag, 16. März 2026, jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Franz Wurm (1926 – 2010), Lyriker, Übersetzer und Lehrer der Feldenkrais-Methode. Sohn einer deutsch-jüdischen Familie in Prag, wurde ihm 1939 die Flucht nach London ermöglicht. Seine Eltern wurden in einem Konzentrationslager umgebracht.

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„Die eingeschlafene Trinkerin“ (Pablo Picasso). Über Raub- und Fluchtkunst, aber auch Kunstraub.

Dieser Gastbeitrag von Martin Dreyfus (Zürich) beruht auf einem Vortrag, den er im Jahre 2015 zunächst in Darmstadt, in den Jahren darauf in Berlin und Zürich hielt. Im einen oder anderen der dargestellten Fälle ist bzw. hat sich die (Forschungs-)Lage inzwischen verändert. Darauf wurde, um den seinerzeitigen Charakter von exemplarischen Beispielen nicht grundsätzlich zu verändern, nicht eingegangen, nur an einzelnen Stellen (wie etwa beim Kunstmuseum Bern) auf inzwischen unternommene (ebenso exemplarische) Ausstellungen und Aufarbeitungen hingewiesen. – Im Hinblick auf die Diskussionen über Provenienzforschung und Restitution baten wir Martin Dreyfus, diesen Beitrag veröffentlichen zu dürfen.

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Zeitgeschichte wichtig für Gegenwartspolitik: Das Beispiel „Réduit“

Die neu entflammte Diskussion über das Alpen-Réduit, das die Schweizer Armee 1940 bezog, ist nützlich für die Beurteilung der „Neutralitätsinitiative“ der SVP. Denn die „Neutralitätsinitiative“ ist in Wirklichkeit eine Réduit-Initiative. Ihre Annahme und Umsetzung würde es der Schweiz verunmöglichen, eine wirksame Verteidigung ab Landesgrenze vorzubereiten für den Fall eines Angriffs durch die Armee einer Grossmacht. Aber entweder haben die Initianten keine Réduit-Strategie – oder sie stellen sie wohlweislich nicht vor.

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Von „Feuilleton-Dienst“ zu „CÜLTÜR“: Von Gegenkraft gegen Nazi-Ungeist zu zukunftsfähigem Kulturjournalismus

Kulturredaktorin Martina Läubli erinnert in der „NZZ am Sonntag“ daran, dass die Schaffung des „Feuilleton-Diensts“ eine von mehreren Massnahmen zur geistigen Landesverteidigung war: Um schweizerisches Kulturschaffen zu stärken, als Gegenkraft zum andrängenden Ungeist der Nazis. Aus dem „Feuilleton-Dienst“ ging ch-intercultur, Verein für Kulturkritik, hervor, seit November 2024 Träger des Onlinemediums „CÜLTÜR“.

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Im Schneesturm der Macht: Europas entscheidendes Zeitfenster

In Leo Tolstois Schneesturm verliert der Herr trotz Macht und Besitz die Orientierung, während der Knecht durch Nähe zur Realität überlebt – ein Gleichnis dafür, dass ungeordnete Stärke zerfällt, während Ordnung auch in der Schwäche trägt. – Zwischen den Zeilen der Macht – Einblicke in Politik und globale Zusammenhänge. Ein Essay des PolitReflex-Gastautors Dr. Ruedi Jeker*.

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Der Wehrwille hängt nicht nur von der Beziehung zum Staat ab

AfD-Politiker wollen den Wehrwillen der Deutschen untergraben mit der Propagandaformel: „Doch nicht für DIESEN Staat“. Aber selbst bei verbreiteter Unzufriedenheit hängt der Wehrwille nicht nur von der Beziehung zum Staat ab, in dem man lebt, sondern auch davon, wie man denjenigen einschätzt, dessen Angriff droht: Weshalb will er unser Land einnehmen, und was brächte er uns? Wie würde es sich auf uns auswirken, wenn er unser Land erobern würde?

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Bestätigen immer mehr moderne Demokratien eine antike Theorie?

„Wir haben nun genügend dargelegt, wie eine Diktatur aus einer Demokratie entsteht“, dies schreibt Platon (ca. 428-348 v.Chr.) am Ende des 8. Buches seines „Staates“, zum Abschluss einer längeren Diskussion des Themas – wie immer bei Platon in der Form eines sog. literarischen, d.h. erfundenen, Dialogs. Er verwendet das Wort „Tyrannis“, aber die lateinische Entsprechung „Diktatur“ macht die Sache heute verständlicher. – Von Dr. Theo Wirth*, Gastautor bei „PolitReflex“.

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Am Ursprung des strategischen Bedeutungsverlusts Europas steht Adolf Hitler

Man kann den demokratischen Rechtsstaaten berechtigte Vorwürfe der Vernachlässigung ihrer militärischen Sicherheit machen. Aber es ist daran zu erinnern, dass Adolf Hitler den strategischen Niedergang Europas verursacht hat. Dies ist auch von Bedeutung, wenn wir entscheiden müssen, wie wir uns zur Machtambition heutiger Rechtsextremer stellen, die die nationalsozialistische und faschistische Vergangenheit verharmlosen oder gar glorifizieren.

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