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157 Artikel

Der Wehrwille hängt nicht nur von der Beziehung zum Staat ab

AfD-Politiker wollen den Wehrwillen der Deutschen untergraben mit der Propagandaformel: „Doch nicht für DIESEN Staat“. Aber selbst bei verbreiteter Unzufriedenheit hängt der Wehrwille nicht nur von der Beziehung zum Staat ab, in dem man lebt, sondern auch davon, wie man denjenigen einschätzt, dessen Angriff droht: Weshalb will er unser Land einnehmen, und was brächte er uns? Wie würde es sich auf uns auswirken, wenn er unser Land erobern würde?

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Bestätigen immer mehr moderne Demokratien eine antike Theorie?

„Wir haben nun genügend dargelegt, wie eine Diktatur aus einer Demokratie entsteht“, dies schreibt Platon (ca. 428-348 v.Chr.) am Ende des 8. Buches seines „Staates“, zum Abschluss einer längeren Diskussion des Themas – wie immer bei Platon in der Form eines sog. literarischen, d.h. erfundenen, Dialogs. Er verwendet das Wort „Tyrannis“, aber die lateinische Entsprechung „Diktatur“ macht die Sache heute verständlicher. – Von Dr. Theo Wirth*, Gastautor bei „PolitReflex“.

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Am Ursprung des strategischen Bedeutungsverlusts Europas steht Adolf Hitler

Man kann den demokratischen Rechtsstaaten berechtigte Vorwürfe der Vernachlässigung ihrer militärischen Sicherheit machen. Aber es ist daran zu erinnern, dass Adolf Hitler den strategischen Niedergang Europas verursacht hat. Dies ist auch von Bedeutung, wenn wir entscheiden müssen, wie wir uns zur Machtambition heutiger Rechtsextremer stellen, die die nationalsozialistische und faschistische Vergangenheit verharmlosen oder gar glorifizieren.

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Zur Atomkriegsgefahr – Fragen an die Strategie-Fachwelt

Die ersten und bisher einzigen Atomwaffeneinsätze – auf Hiroshima und Nagasaki – fanden abseits des Kontinents statt, von dem her sie ausgeführt wurden. Von welcher Bedeutung ist für einen rationalen Entscheid über einen Atomwaffeneinsatz das Kriegsziel des Angreifers, das angegriffene Territorium zu besetzen, das darauf lebende Volk und seine Wirtschaft auszubeuten – und vielleicht auch, wie Hitler, dem eigenen Volk „Lebensraum“ zu erschliessen? Und wann setzt der Verteidiger Atomwaffen ein?

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Zur Erwartung, durch Nato und demokratisches Europa militärisch geschützt zu werden

Dieser Tage wird zurecht vermehrt darüber geschrieben und gesprochen, mit welcher Selbstverständlichkeit die offizielle Schweiz damit rechnet, durch die Nato und vielleicht künftig durch eine europäische Verteidigungsorganisation verteidigt zu werden, ohne dass die Schweiz eine valable militärische Eigenleistung erbringt, von Gegenleistung gar nicht zu reden.

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Wie reagiert eine Generalität, die bisher einer Demokratie diente, auf Aufstieg und Absichten eines Autokraten?

„Trump will amerikanische Städte zu «Übungsplätzen» für das Militär machen. Der Präsident und sein Verteidigungsminister kündigen auf dem Treffen hochrangiger Generäle einen Kulturwandel beim US-Militär an.“ – „Vor versammelten US-Generälen und Admirälen aus aller Welt verteidigte Hegseth die Entlassung mehrerer ranghoher Offiziere – darunter des obersten US-Generals, einem Afroamerikaner, sowie der obersten Admiralität der Marine, einer Frau. Diese seien Teil einer «zerstörten Kultur» gewesen, so Hegseth.“ (NZZ online, 30.9.25)

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Protagoras – und Trump

„Aller Dinge Mass ist der Mensch…“, dieses Wort des Griechen Protagoras (ca. 490-410 v.Chr.) liest man bis zum Überdruss. Doch was dahinter steckt, was es auch uns noch sagen kann, dem wird zu wenig nachgefragt. – Ein Beitrag von Dr. Theo Wirth*, Gastautor bei PolitReflex.

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Russland und der Westen: Wege aus dem Mentalitätskonflikt

Politik als Mentalitätsfrage: Die geopolitischen Konflikte der Gegenwart lassen sich nicht allein durch nüchterne Interessenpolitik erklären. Oft sind es historische Mentalitätsmuster und kulturelle Archetypen, die das Handeln von Staaten prägen. In den aktuellen Verhandlungen zwischen Russland, den USA, den westlichen Demokratien und der Ukraine spiegeln sich nicht nur tagespolitische Interessen, sondern auch lange Traditionslinien, wie sie von Fjodor Dostojewski oder Carl Gustav Jung bereits beschrieben wurden. – Beitrag des PolitReflex-Gastautors Dr. Ruedi Jeker*.

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Leben und neue Aktualität des Schriftstellers Ernst Wiechert (1887–1950)

Am 24. August jährt sich der Todestag des deutschen Schriftstellers Ernst Wiechert zum 75. Mal. PolitReflex ging anhand dreier Werke und seiner 1945 gehaltenen „Rede an die deutsche Jugend“ auf die neue Aktualität seines Denkens und Mahnens ein. Nun veröffentlichte Klaus Weigelt, stellvertretender Vorsitzender der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft, eine einlässliche Darstellung und Würdigung von Leben und Wirken Wiecherts, der seine letzten Lebensjahre in der Schweiz verbrachte.

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