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Am Ursprung des strategischen Bedeutungsverlusts Europas steht Adolf Hitler

Man kann den demokratischen Rechtsstaaten berechtigte Vorwürfe der Vernachlässigung ihrer militärischen Sicherheit machen. Aber es ist daran zu erinnern, dass Adolf Hitler den strategischen Niedergang Europas verursacht hat. Dies ist auch von Bedeutung, wenn wir entscheiden müssen, wie wir uns zur Machtambition heutiger Rechtsextremer stellen, die die nationalsozialistische und faschistische Vergangenheit verharmlosen oder gar glorifizieren.

Adolf Hitler hatte zunächst europäische Staaten niedergeworfen, die zuvor Grossmacht, wie Frankreich, oder Mittelmächte waren. Hätte er es dabei bewenden lassen, wäre Deutschland wohl eine Grossmacht geblieben, auf Augenhöhe mit den USA, der Sowjetunion, Grossbritannien und Japan. Die Hybris, die ihn trotz Napoleons Scheitern zum Russlandfeldzug verleitete, führte zur Befreiung Deutschlands und der von ihm besetzt gewesenen Teile Europas von der nationalsozialistischen und faschistischen Verbrecherherrschaft durch die Truppen der Westalliierten und der Sowjetunion und setzte dem Holocaust ein Ende.

Aber Hitlers Niederlage hatte auch zur Folge. dass es in Europa ausser der teilweise „eurasischen“ Sowjetunion keine Supermacht mehr gab. Grossbritannien und Frankreich waren zwar Atommächte, aber das demokratische Europa war und ist vom militärischen Schutz der USA abhängig.

Dass Teile der neuen rechtsextremen Parteien an der Seite Putins stehen, fügt sich ins Bild dieser Zeitgeschichte. Wenn ihnen der Griff zu Regierungsmacht gelingt, ist damit zu rechnen, dass sie mit Putins Hilfe Hitlers Werk der Schwächung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit weiterführen, vielleicht im einen oder anderen europäischen Land bis hin zu deren gänzlichem Niedergang.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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