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Warum sind die deutschen FDP-Liberalen so schwach?

Viel wird über den Niedergang der Volksparteien in Deutschland geschrieben und diskutiert – aber vergleichsweise wenig über die Schwäche der traditionellen liberalen Partei Deutschlands, der FDP. Wie kommt es, dass sie kaum davon profitiert, wenn Viele den Unionsparteien und der SPD den Rücken kehren? Wie kommt es, dass sie dem Zustrom zu Grünen und AfD kaum etwas entgegenzustellen hat?

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Gehen wir Kriegszeiten entgegen?

Die Frage, ob wir Kriegszeiten entgegengehen, beschäftigt mehr und mehr. Man ist sich bewusst, dass zwischen dem Zweiten Weltkrieg und heute unablässig in Teilen der Welt Krieg geführt wurde. Aber wird er auch uns erfassen – uns verwöhnte Generation im Westen? Es ist richtig und wichtig, dass wir auf ungute Gefühle achten und der Frage, die uns umtreibt, auf der rationalen Ebene nachgehen.

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Europa muss sich auf vier weitere Trump-Jahre vorbereiten

Zwei Faktoren sprechen dafür, dass Donald Trump 2020 erneut der Präsident einer Minderheit der Wählerinnen und Wähler wird: Erstens braucht er keine Volksmehrheit, sondern eine Elektorenmehrheit, d.h. die Mehrheit in einigen Staaten, die ein grosses Elektorenkontingent stellen. Schon 2016 wurde er gegen das Volksmehr Präsident. Und eine Gegenkandidatur der Demokraten, die ihm gefährlich werden könnte, ist nicht in Sicht. Die Kandidatur Joe Bidens wird wohl demontiert, und Elizabeth Warren mag eine höchst fähige Politikerin sein, aber ihr Programm ist nicht mehrheitsfähig.

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Abnützung an der Macht erleiden auch die Stärksten – ausser in der Schweiz?

In Demokratien ist Abnützung an der Macht ein offenbar unausweichliches Schicksal – auch und gerade der Stärksten. Es traf Winston Churchill und Charles de Gaulle. Nun erleben wir das Ende der Ära Merkel. Machtverlust droht dann auch ihren Parteien: Auf Churchills konservative Regierung folgte die Labour-Regierung unter Clement Attlee. Was steht der CDU bevor? Die Schweiz scheint auch in dieser Beziehung ein glücklicher Sonderfall zu sein. Wirklich?

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Rahmenabkommen: Keine Solidarität mit der Schweiz bei Konservativen und Nationalisten

Europäische Rechtsaussen-Politiker haben ähnliche Vorstellungen von Europa wie die SVP, und sie könnten sich deshalb in der Auseinandersetzung über das Rahmenabkommen für die Schweiz einsetzen. Aber wie zu erwarten war, zeigen sie keine Solidarität – im Gegenteil. Im auswärtigen Ausschuss des EU-Parlament war man sich einig, dass mit der Schweiz nicht nachverhandelt wird. Nur ein Grüner sagte unter Berufung auf ein Treffen mit Schweizer Gewerkschaftern, die Lohnschutzfrage sei nicht gelöst.

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Wie kann die Schweiz ihre Interessen in Europa realistisch und wirksam vertreten?

Hoffnungen, dass der Rücktritt des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker die Vertretung schweizerischer Interessen gegenüber der EU erleichtere, seien unbegründet, schreibt Chefredaktor Luzi Bernet in der „NZZ am Sonntag“ vom 3.11.19. Er hat recht. Dazu kommt, dass sich Bundesrat und Diplomatie nicht nur in Brüssel, sondern auch bei den Regierungen der Mitgliedstaaten um Verständnis und Anerkennung für die Bedürfnisse und Forderungen unseres Landes bemühen müssen.

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Wie könnte Russland Europa verändern, und was ist eine sinnvolle Russlandpolitik?

Anlass zu diesem Artikel ist ein hervorragendes Interview von Marc Lehmann mit Jeronim Perovic, Direktor des Zentrums für Osteuropa-Studien der Universität Zürich, im SRF-„Tagesgespräch“ vom 1. November 2019. Durch optimale Chancennutzung und realistische Einschätzung der Kräfteverhältnisse baut Putin Russlands Macht aus. Was bedeutet das für Europa?

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Verliert die Schweiz weitere europapolitische Jahre?

Wenn die Diskussion im Facebook wiedergibt, was auch Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger denken, zeichnet sich ab, dass Bundesrat Ignazio Cassis der schweizerische Partner der EU bleiben wird. SP, Gewerkschaften und SVP haben die innenpolitischen Bedingungen für die Ausübung dieser Rolle abgesteckt. Die SVP stellt zwar den Aussenwirtschaftsminister, aber wenn Cassis das Ergebnis der nächsten Runde mit der EU nach Hause bringt, werden SVP und SP es gemeinsam abschiessen – sofern das Ergebnis überhaupt ein beschussfähiges Ziel ist.

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Andersdenkende am Reden zu hindern, ist nicht nur grundrechtswidrig, sondern auch strategisch falsch

Vorfälle an der Universität Hamburg und am Göttinger Literaturherbst veranlassten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, „aggressive Gesprächsverhinderungen, Einschüchterung und Angriffe“ zu verurteilen. Beizufügen ist: Sie sind nicht nur grundrechtswidrig, sondern auch strategisch falsch. Wirksam kann Rechtsextremismus nicht durch Meinungsrepression, sondern durch kraftvolle Gegenrede entgegengetreten werden.

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Wer soll die Schweiz gegenüber der EU vertreten?

Die parteipolitische Zusammensetzung des Bundesrates wird wahrscheinlich nicht ändern. Aber die Zuteilung der Departemente im neu gewählten Bundesrat verdient ernsthafte Überlegungen. Ohne ins Cassis-Bashing einzustimmen: Die bevorstehende Auseinandersetzung mit der EU sollte durch Bundesräte aus Parteien geführt werden, die gegenüber der EU eine harte Linie fahren und eine substanzielle Neuverhandlung des Rahmenabkommens verlangen.

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