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538 Artikel

Geht die Präsidialzeit Emmanuel Macrons dem Ende entgegen?

Die Zeitungen sind voll von Berichten und Kommentaren, wie angeschlagen der französische Staatspräsident sei. Erstaunlich ist, dass kaum behandelt wird, ob sich die linke und rechte Konkurrenz regenerieren konnte, und wer ausser Marine Le Pen eine Chance hätte, in der nächsten Präsidentschaftswahl zumindest in die Endrunde zu kommen.

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Schweden gestern – Deutschland heute

Schweden hätte in den Staatsbankrott gehen müssen. Dies erwarteten Teile der Liberalen und Konservativen im letzten Jahrhundert. Das schwedische „Volksheim“ war aus ihrer Sicht ruinös: Es entmündige das Individuum und lähme die Wirtschaft. Aber Schweden ging nicht pleite, sondern reformierte sich sorgfältig und erfolgreich. An diese Überraschung erinnern gewisse Urteile, die heute über Deutschland abgegeben werden.

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US-Truppen stehen primär im Interesse der USA in Europa

Präsident Trump plant offenbar, Teile der US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, eventuell nach Polen zu verlagern. Das wirft Fragen auf, weshalb sie überhaupt in Europa stehen, und weshalb so viele in Deutschland. Augenfällig ist, dass sich Europa sicherheitspolitisch von den USA verselbständigen muss. Das ist nicht nur eine militärische Aufgabe.

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Wachsende Kriegsgefahr mit Nuklearmächten – Europa muss Politik der Kriegsverhinderung stärken

Zwei Forschungsteams legen eine Studie über die weltweiten Folgen eines Atomkriegs zwischen Indien und Pakistan vor. Das eine Team gehört zu einer Institution, die völlig unverdächtig ist, pazifistisch zu sein: zur NASA. Dieses Forschungsprojekt ist verdienstvoll in einer Zeit, in der an mehreren Brennpunkten die Gefahr eines Kriegs unter Beteiligung einer Nuklearmacht oder gar zwischen Nuklearmächten wächst. Darf man darauf hoffen, dass ein solcher Krieg „konventionell“ bleibt?

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EU in Mehrfachkrise – für die Schweiz werden die Regierungen der Mitgliedstaaten wichtiger

Infragestellung des Gemeinschaftsrechts, wachsender Nord-Süd-Konflikt, ungewisse Zukunft des Euro, Spaltpilz Migration, autoritäre Herausforderungen aus Ungarn und Polen, Brexit, Differenzen über Russland-Politik: Auch wer der europäischen Integration positiv gegenübersteht, kann die Mehrfachkrise der EU nicht verkennen. Schweizerische Europapolitik muss vermehrt in den Hauptstädten der einzelnen EU-Länder stattfinden.

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Wenn sich Teile der Schweiz als Teile Europas erkennen

Rund um den Bodensee besteht eine Region Europas. Acht Industrie- und Handelskammern Vorarlbergs, Bayerns, Baden-Württembergs sowie der Kantone St. Gallen-Appenzell und Thurgau haben sich in deren Zeichen zur Vertretung gemeinsamer Interessen zusammengefunden. Sie fordern gemeinsam die sofortige Wiederöffnung der Grenzen, worin sie durch die Schwesterorganisationen in Zürich und beiden Basel unterstützt werden. Dieser Zusammenschluss für eine Bodenseeregion mit offenen Grenzen ist über die aktuelle Lage hinaus von europapolitischer Bedeutung.

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Kündigungsinitiative: Corona-Krise beeinflusst das Abstimmungsergebnis – aber wie?

Am 9. Februar 2014 wurde die Masseneinwanderungsinitiative mit einem Volksmehr von 50,3 % und einem klaren Ständemehr angenommen. Wird die SVP am 27. September auch die Kündigungsinitiative durchbringen? Die Ausgangslage ist grundlegend anders: Wegen der Klarheit, worum es geht, wegen der Corona-Krise und weil – mit Corona zusammenhängend – der Respekt vor der EU in der Schweiz tiefer denn je gesunken zu sein scheint. An Bedeutung gewinnt, was von den Regierungen der EU-Mitgliedstaaten zu erwarten wäre.

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Wie werden sich die Beziehungen des Westens und der Schweiz zu China entwickeln?

Die Vorzeichen für die Entwicklung der Beziehungen des Westens und der Schweiz zu China sind widersprüchlich. Das eine Extrem verkörpern US-Präsident Trump und viele seiner Parteigänger und Anhänger: Sie überziehen China mit Beschuldigungen und Drohungen. Ein anderes Extrem verkörpern derzeit jene Italienerinnen und Italiener, die in China einen besseren Freund zu erkennen glauben als in der EU. Derweil liefert China mehr denn je Schutzmasken nach dem Westen. – Und die gute Zürcher Gesellschaft, die bisher stolz auf ihren Grasshoppers Club war, verkauft ihn nach Hongkong, das mehr und mehr durch Beijing dominiert wird…

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„Soft Skills“ wie Sozialkompetenz und Fähigkeit zur Vertrauensbildung gewinnen an Bedeutung

Schafft die Coronakrise ein revolutionäres Potenzial in Europa? Es wäre naiv, nicht damit zu rechnen, dass Populisten und Extremisten links und rechts Teile der vielen neuen Arbeitslosen und Armen mobilisieren werden. Ob Demokratie, Rechtsstaat und soziale Marktwirtschaft diesem Ansturm standhalten werden, hängt nicht nur von den Programmen ihrer Verteidigerinnen und Verteidiger, sondern auch von Kompetenzen ab, die man zuvor oft als „Soft Skills“ geringschätzte: Sozialkompetenz und Fähigkeit zur Vertrauensbildung.

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Wie gehen wir mit publizierten Geheimdienstinformationen um?

„US-Geheimdienste glauben an Laborunfall“, berichtet der Tages-Anzeiger am 17.4.2020. Es geht um die Ursache der COVID-19-Pandemie. Das bietet Gelegenheit, sich zu fragen, wie man mit Informationen umgeht, die – angeblich oder wirklich – aus Geheimdienstquellen kommen.

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