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Ein Hochgefühl von Unantastbarkeit bestimmt die Europapolitik der Schweiz

Die Sozialpartner und die nationalkonservativen Teile der Parteien haben keine Bedenken, auf unabsehbare Zeit Marktanteile und Kooperationsmöglichkeiten in Europa zu verlieren – in einer Situation, die im internationalen Vergleich schon fast ein Wirtschaftswunder ist, und in der die Gewerkschaften weder Beschäftigungs- noch Lohnrückgang infolge von Marktanteilsverlusten befürchten. Es herrscht ja Fachkräftemangel.

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Die Schweiz muss sich auf Jahre im EU-Drittland-Status einstellen

Weder Livia Leus Rückzug von der Verhandlungsfront noch die Ernennung ihrer Nachfolgerin oder ihres Nachfolgers werden verhindern, dass die Schweiz wohl noch mehrere Jahre im Drittland-Status bleiben wird. Für Kritik am Aussenminister gibt es Gründe, aber auch ein Aussenminister kann die Blockade kaum beeinflussen.

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Taiwan, Ukraine und schweizerische Solidarität

Freundschaft unter den Parlamenten: Eine Mehrheit des Nationalrats will Taiwan mit einer paralleldiplomatischen Sonderbeziehung Solidarität bekunden. Aber der Wert solcher Solidarität beurteilt sich am Verhalten der Schweiz gegenüber der Ukraine.

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Wenn Putin Europa beherrschen würde

Der russische Botschafter in der Schweiz, Sergei Garmonin, bedroht einen NZZ-Journalisten wegen einer Reportage mit Straflager, wenn er sich nach Russland begäbe. Damit leistet er der Schweiz Orientierungshilfe: So würde Putin in Europa herrschen, wenn man ihn vormarschieren liesse. Das wäre nicht nur das Ende von Informations- und Meinungsfreiheit, sondern auch das Ende der Geltung der Grundrechte und der Rechtsstaatlichkeit.

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Meinungsumfrage und Volksabstimmung – am Beispiel Einwanderung

Nach einer Meinungsumfrage, die Tamedia am 17.4.23 veröffentlicht*, scheint die neue Einwanderungsinitiative der SVP so gut wie angenommen zu sein, noch bevor sie lanciert ist, und der Wahlsieg der SVP so fest zu stehen wie das Ende der Bilateralen. Denn fast zwei Drittel der Befragten wollen die Einführung von Ausländerkontingenten.

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Putin hat der demokratischen Linken Europas nichts zu bieten

Im Kalten Krieg des 20. Jahrhunderts erzielen in Westeuropa kommunistische Parteien beachtliche Wahlerfolge. Für einen Teil der Werktätigen war das sowjetische Wirtschafts- und Staatssystem eine bessere Alternative zum „Kapitalismus“. Putin hingegen hat ihnen nichts zu bieten. Deshalb wird er fast nur von Rechtsextremen unterstützt, und den Widerstandswillen des Westens muss er mit atomarer Erpressung zu brechen versuchen.

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