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1221 Artikel

Wird die SPS Schwesterpartei der deutschen „Linken“?

Noch im letzten Jahrhundert äusserte Peter Bodenmann, Präsident der SPS, seinen Stolz darauf, dass diese dank der „Zauberformel“ – der sachpolitischen Unverbindlichkeit der Regierungsbeteiligung – die linkeste Sozialdemokratie Europas sei. Unter der neugewählten Führung von Cédric Wermuth und Mattea Meyer kann sie zur Schwesterpartei der deutschen „Linken“ werden. Ein Vorstandsmitglied dieser Partei überreicht in der WOZ schon einmal „Eine Rose für Europa“*.

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Update 23.10.2020: Wirtschaftsfreundlich – eine Frage des Zeithorizonts. Am Beispiel Corona.

Deutschland hat die Schweiz auf die Risikoliste gesetzt. Und in der Schweiz werden Versammlungen, Sitzungen, Veranstaltungen reihenweise abgesagt. Homeoffice breitet sich wieder aus. Viele Einzelpersonen reduzieren freiwillig ihre Präsenz in der Gemeinschaft, ihre Kontakte, ihre Restaurantbesuche. Diese und andere Auswirkungen der Pandemie-Entwicklung schaden der Wirtschaft. War die Corona-Politik zu wenig wirtschaftsfreundlich?

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Mehr Demokratie! Was bedeutet dies in den Aussenbeziehungen?

„Die Leute wollen grundsätzlich mehr demokratischen Einfluss auf ihre Zukunft, nicht weniger“, sagt Pierre-Yves Maillard, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds, der NZZ in einem Interview*, in dem er seinen Widerstand gegen das Rahmenabkommen nochmals festigt. Nehmen wir dies als Anregung, darüber nachzudenken, was Demokratie für die Gestaltung der Aussenbeziehungen bedeutet und wie unsere demokratischen Entscheide die für die Schweiz bedeutsame Entwicklung ihres europäischen Umfelds beeinflussen.

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Bürgerliche für die KVI: Zum Beispiel der ehemalige Zuger CVP-Ständerat Peter Bieri

Für die Konzernverantwortungsinitiative hat sich ein bürgerliches Komitee* gebildet. Ihm gehört auch Dr. sc. techn. Peter Bieri an. Als CVP-Vertreter vertrat der 1995 bis 2015 den Kanton Zug im Ständerat. 2006-2007 präsidierte er die kleine Kammer. Er hatte nicht den Ruf eines Partei-Linken. Zur Zeit ist der Stiftungsratspräsident von TA-Swiss (Technologiefolgen-Abschätzung) und Vizepräsident von Akademien der Wissenschaften Schweiz. Hier eine Stellungnahme von ihm zur KVI, erschienen am 14.10.2020 in der NZZ.

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Schweizerische Europapolitik am Wendepunkt vom Spekulieren und Behaupten zum Erfahren.

Der Bundesrat wird der Europäischen Union mit einer neuen Verhandlungsführung seine Forderungen nach Präzisierung oder Nachverhandlung des Institutionellen Rahmenabkommens unterbreiten. Damit geht eine lange Zeit des Spekulierens und Behauptens zu Ende. Die EU wird der Schweiz definitive Antworten geben. Sodann werden Bundesrat, Parlament und vielleicht das Volk für einige Jahre die massgebliche Voraussetzung für die Entwicklung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU festlegen.

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Wachsende Kriegsgefahr – wie kommt die Schweiz zu einer angemessenen, breiter abgestützten Sicherheitspolitik?

„Wir müssen uns wärmer anziehen“: Unter diesem Titel steht eine alarmierende Analyse, die Theodor Winkler in der NZZ veröffentlichte. „Die Nato weicht sich auf, China und Russland markieren Stärke – die wachsende globale Unsicherheit fordert auch die Schweiz heraus.“ Alt-Botschafter Winkler war erster Direktor der beiden Zentren für Sicherheitspolitik und für gute Regierungsführung sowie Mitbegründer der Maison de la paix.* – In dieser Situation scheint die Schweiz von einem sicherheitspolitischen Konsens weiter denn je entfernt zu sein. Was tun?

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Rahmenabkommen: Welche Aufgabe hat die Bundespräsidentin?

„Wir erwarten nun, dass die Gespräche mit der EU aufgenommen werden“, schreibt FDP-Präsidentin Petra Gössi in der „SonntagsZeitung“ vom 11. Oktober 2020: „In der Pflicht stehen der Gesamtbundesrat und namentlich auch die Bundespräsidentin.“ Wenn die Präsidentin der Partei, die den Aussenminister und die Migrationsministerin stellt, an die Bundespräsidentin appeliert, ist zu überlegen, was damit gemeint sein kann.

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Ein weiteres Urteil gegen Ungarn. Die EU muss und wird sich verändern.

Wenn die Schweiz eines Tages ihre Stellung zur europäischen Integration neu bestimmen muss, wird sie es wohl nicht mehr mit der EU in deren heutigem Zustand zu tun haben. Der EU-Gerichtshof in Luxemburg fällt immer neue Urteile gegen die neuen Autokratien. Die Union mit ihnen hat keine Zukunft. Dafür werden auch die starken, selbstbewussten, stolzen Männer in Budapest und Warschau selber sorgen wollen.

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Wachsende Abhängigkeit der Journalistinnen und Journalisten von ihren Arbeitgebern.

Der Wechsel des Medienjournalisten Rainer Stadler von der NZZ zu Infosperber weist auf einen Aspekt der Entwicklung des Mediensystems hin, der ernster zu nehmen ist: Die Abhängigkeit der Journalistinnen und Journalisten von ihren Arbeitgebern wächst, weil es immer weniger Alternativen gibt. Dazu kommt, dass sich zwei grosse Arbeitgeberfirmen, die NZZ und die Tages-Anzeiger-Gruppe, nach rechts bewegen. Wer, obwohl nicht links stehend, diese Bewegung nicht mitmachen will, hat ein berufliches und ökonomisch-existenzielles Problem.

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Denkmäler. Wenn wir über Vorfahren urteilen.

Wenn wir über Vorfahren urteilen, stellen wir – willentlich oder unwillentlich – auch die Frage nach unserem eigenen Einsatz für mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Ob Vergangenheit oder Gegenwart: Das Suchen, Finden und Darstellen des Bestmöglichen ist ebenso wichtig und stärkt auch die Überzeugungskraft negativer Urteile.

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Rahmenabkommen: Einigen Schweizer PolitikerInnen steht wohl ein schwieriger Entscheid bevor.

Einige Schweizer Politiker und Politikerinnen sind überzeugt – oder geben dies mindestens vor -, die EU meine es nicht ernst mit ihrer Forderung nach Abschluss des Rahmenabkommens. Sie werde dieses nachverhandeln oder zu Neuverhandlungen bereit sein, und sie werde der Schweiz inhaltlich entgegenkommen. Wie werden sie sich verhalten, falls sie feststellen müssen, dass sie sich getäuscht haben?

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