„Lasst sie ziehen!“
In neu von Benedict Neff geleiteten NZZ-Feuilleton wird gerade das „neue Bürgertum“ verabschiedet.
In neu von Benedict Neff geleiteten NZZ-Feuilleton wird gerade das „neue Bürgertum“ verabschiedet.
Der Medienwandel und der Wandel der Informationsgewohnheiten verdrängen die Kritik des schweizerischen Kulturschaffens mehr und mehr aus den traditionellen Zeitungen. Welche neuen Wege sind zu öffnen? Damit befasst sich eine Tagung am 26.8.21.
Die Jugendarbeit stellt fest, dass sich eine Gruppe von Fünftklässlern auffällig verhält, und schlägt der Gemeinde ein Projekt mit ihnen vor. Die Gemeinde lehnt ab – aus Kostengründen. Ein paar Jahre später hat sie es mit Jugendkriminellen zu tun, die nun viel höhere Kosten verursachen und deren Prognose für eine Sozialisierung schlecht ist.
Immer weniger unabhängige Redaktionen können oder wollen immer weniger Geld für Qualitätsjournalismus einsetzen. Gleichzeitig verlagert sich der Informationskonsum zum Wildwuchs von Online- und Social-Media-Angeboten, die nur zum Teil einen qualitätsjournalistischen Anspruch erheben und erfüllen. Wie wirkt sich dies auf Information und Kommunikation über Wissenschaft und Kultur aus? In beiden Bereichen sind Bestrebungen im Gang, dies zu erkennen und zu beeinflussen.
„Auffällig ist, dass die Studie keine Empfehlung zur kontrovers diskutierten Medienförderung des Bundes abgibt“, schliesst Urs Hafner seinen Kommentar in der NZZ vom 26.7.21 zum Bericht einer Expertengruppe der Akademien Schweiz über Wissenschaftsjournalismus. „Hier hätten die Akademien punkten können: Sollte nicht auch der Wissenschaftsjournalismus, wenn er doch so wichtig ist für die Gesellschaft, vom anstehenden staatlichen Geldsegen profitieren? Stattdessen fordern die Akademien die Medienhäuser auf, Wissenschaftsjournalisten einzustellen. Das wird diese schwer beeindrucken.“
Von der Anhängerschaft der SVP will sich „mehr als die Hälfte nicht impfen lassen“, hat eine Sotomo-Umfrage ergeben. „Bei der Basis der Grünen ist zwar ebenfalls Skepsis vorhanden. Mit 15 Prozent ist der Anteil jener, die sich nicht impfen wollen, jedoch deutlich kleiner als die 51 Prozent der Impfgegner bei der SVP.“ Untersuchungsleiter Michael Hermann stellt einen „ideologischen Impfgraben“ fest.
Das verdient auch in der deutschsprachigen Schweiz Beachtung – und Bedauern: Im Tessin ergreift das Zeitungssterben die Sonntagszeitung „il caffè“. Am 4. Juli erscheint sie zum letzten Mal. „Le journalisme d’investigation prend un coup dur“ (Andrée-Marie Dussault in „Le Temps“).
Junge Männer waren und sind zu allen Zeiten eine Herausforderung für die Gesellschaft, in der sie leben. Deshalb lohnt es sich, im Mannschaftssport die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Führung zu beobachten.
Die SVP – unter Führung eines reformierten Pfarrerssohns – hat das Potenzial der katholischen Konservativen längst entdeckt. Sie hat der CVP in deren Stammlanden viele Wählerinnen und Wähler abgejagt. Nun baut auch die NZZ die Präsenz dieser weltanschaulichen Richtung aus: Augenfällig in ihrer Berliner Redaktion und in Gastartikeln von Exponenten der früheren Führung des Bistums Chur.
Deutschland solle „aufhören, sein feierliches «Nie wieder!» im Munde zu führen“, fordert Alexander Kissler, Mitglied der Berlin-Redaktion der NZZ (17.5.21). Anlass ist, dass deutsche Behörden antisemitische Kundgebungen muslimischer Eingewanderter zum Gaza-Krieg zugelassen haben und nicht dagegen vorgegangen sind.
Die Medien nehmen den 200. Todestag Napoleon Bonapartes zum Anlass, neu über ihn nachzudenken. Gut so. Einer der interessantesten Aspekte ist, dass dieser hochbegabte Stratege durch den Russlandfeldzug seinen Erfolg vernichtete. Und dass Adolf Hitler diesen Weg nach Russland und in die Vernichtung des eigenen Erfolgs noch einmal ging.
Sie missachten Demonstrationsverbote, demonstrieren ohne Maske und Abstand. Einige von ihnen haben sich das Motto von Linksextremen aus dem 20. Jahrhundert angeeignet: „Legal? Illegal? Scheissegal!“ Weshalb bezeichnet man sie als „Skeptiker“?