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Wissenschaft und Kultur im Wandel von Medien und Informationskonsum.

Immer weniger unabhängige Redaktionen können oder wollen immer weniger Geld für Qualitätsjournalismus einsetzen. Gleichzeitig verlagert sich der Informationskonsum zum Wildwuchs von Online- und Social-Media-Angeboten, die nur zum Teil einen qualitätsjournalistischen Anspruch erheben und erfüllen. Wie wirkt sich dies auf Information und Kommunikation über Wissenschaft und Kultur aus? In beiden Bereichen sind Bestrebungen im Gang, dies zu erkennen und zu beeinflussen.

Aktuell zur Wissenschaftskommunikation: Akademien Schweiz führen am Donnerstag, 19. August, 13.15-14.15, im Rahmen der Reihe „Science after Noon“ eine Online-Diskussion über den Bericht über die Wissenschaftskommunikation in der Schweiz durch, den eine ExpertInnen-Gruppe für Akademien Schweiz erstellte. Link zu Programm und Einladung, Link zum Bericht mit 20 Empfehlungen.

Aktuell zur Kulturkommunikation: Die Tagung „Kulturberichterstattung in der Krise – Wie kommt Kultur künftig zu den Menschen?“, am Donnerstag 26. August in Solothurn, durchgeführt durch Swissfoundations, der Dachorganisation der schweizerischen Förderstiftungen, mit dem Bundesamt für Kultur. Link zu Programm und Einladung.

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Wozu?

Pandemie, Klimawandel, gefährdeter Zugang der Schweiz zum Forschungs- und Bildungsraum Kontinentaleuropa und andere Entwicklungen zeigen immer deutlicher die wachsende Bedeutung kompetenter, glaubwürdiger, unabhängiger, für rational und emotional geführte Kontroversen offener Wissenschaftskommunikation für eine partizipative Demokratie auf. Stärkung und Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation ist eine Teilstrategie in der Auseinandersetzung mit Fake-News-Populismus – dieser Auseinandersetzung mit offenem Ausgang.

Kulturschaffen trägt, auch wenn zweckfrei, willentlich oder unwillentlich zur Orientierung bei: Durch Reflexion, Irritation, fiktive Antizipation. antizipierende Fiktion. Kulturinformation und Kulturkritik sind aber nicht nur zur Information der Öffentlichkeit über kulturelles Schaffen und Leben unentbehrlich, sondern auch für die Kulturschaffenden. Sie brauchen Resonanz, um sich und ihr Schaffen weiterzuentwickeln.

Widerstand gegen Abbau wird nicht genügen. Die allgemeine Medienpolitik kommt, wenn überhaupt, langsam voran, wie die akute Gefährdung der Medienförderungsvorlage durch ein Referendum zeigt. Warten wir nicht ab, ob die Medienpolitik vielleicht Wirkung erzielt, sondern suchen wir nach neuen Wegen.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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