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79 Artikel

Liegt die Wissenschaftskommunikation im Argen?

Die Corona-Krise führt uns drastisch vor Augen, wie stark sich Vertrauen und Misstrauen in unsere Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstitute auswirken: Auf das persönliche Verhalten wie auf das politische. Wir erkennen die Bedeutung der Wissenschaftskommunikation – und des Wissenschaftsjournalismus. Eine Rezension erweckt den Eindruck, dass sie im Argen liege. Dabei darf es nicht bleiben.

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Billige Nahrungsmittel. Wurde der Preis für dieses soziale Friedensinstrument zu hoch?

Die Gründung der Migros* durch Gottlieb Duttweiler war wohl ein ähnlich wirksamer Beitrag zur sozialen Beruhigung wie die Schaffung der AHV. Menschen mit geringem Einkommen und ohne Vermögen revoltieren viel weniger gegen soziale Ungleichheit als gegen zu wenig oder zu schlechtes Essen. Nun führt uns die Grossmetzgerei Tönnies vor Augen, welchen Preis wir für die Versorgung der finanzschwachen Bevölkerungsteile mit Fleisch bezahlen.

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Die Zahl der Menschen steigt, die den Wert professioneller Redaktionsarbeit schätzen.

In der Pandemie hat sich grosse Aufmerksamkeit auf die Wirkungsmacht der sozialen Medien gerichtet. Nun zeigt sich ein anderer, nicht weniger interessanter Trend: Die Zahl der Menschen steigt, die den Wert professioneller Redaktionsarbeit schätzen. Sie sind bereit, dafür zu bezahlen. Das trägt zur Existenzsicherung einer Vielfalt von Qualitätsmedien bei, wird aber nicht genügen.

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Der „Konkordanz“-Bundesrat zeigt Zerfallserscheinungen

Die Zerfallserscheinungen bestehen nicht in den Alleingängen von Ueli Maurer und Ignazio Cassis. Jeder Bundesrätin, jeder Bundesrat soll nach ihrer, seiner Überzeugung stimmen. Die Zerfallserscheinung besteht darin, dass dies nach aussen getragen wird: Entweder durch das Umfeld des dissidenten Bundesrats – so zu vermuten im Fall von Ueli Maurer – oder durch dessen Gegner – im Fall Cassis vielleicht durch Umfeld und Gegner, beide sind daran interessiert.

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Aufbruch und Neuorientierung nach Corona: Wer, mit wem, in welche Richtung?

Unsere ersten Gedanken und unsere Hilfsbereitschaft gelten denen, die durch Corona geschwächt und in existenzielle Sorge gebracht werden: Durch Arbeitslosigkeit, Geschäftsaufgabe, Verarmung, Beziehungskrisen. Aber es ist auch wichtig, an die Zeit danach zu denken: Wer wird die Gesellschaft, die Wirtschaft wieder in Gang bringen und neu ausrichten? In welche Richtung?

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„Leben als höchstes Gut“ – Stichworte zu Bedeutung und Zukunft der Kulturkritik

„Leben als höchstes Gut“. Unter diesem Titel meldet die deutsche „Nachtkritik“ unter Berufung auf „Persönlich“: „Schweizer Mediengruppe streicht Feuilleton. Die Redaktion der Schweizer Mediengruppe Tamedia fasst mehrere Ressorts zu einem neu formierten Ressort namens „Leben“ zusammen. Betroffen sind neben den Ressorts Wissen, Gesellschaft und Service auch der Kultur-Teil.“ – Nehmen wir diesen Vorgang, der über die Schweizer Landesgrenze hinaus beachtet wird, zum Anlass einiger Stichworte zu Bedeutung und Zukunft der Kulturkritik.

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Corona-Krise: Bewährungsprobe für Staat und Privat

In guten Zeiten wird gern «Privat» gegen «Staat» ausgespielt – obwohl oder weil die Schweiz und viele andere europäische Demokratien mit ihren Ausprägungen der Gemischtwirtschaft recht gut gefahren sind. Eine Krise wie diejenige, die der Corona-Virus ausgelöst hat, lässt solches Ausspielen als absurd erscheinen. Denn Staat und Privat stehen in einer Bewährungsprobe – gemeinsam und je für sich.

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Erweiterung des aktiven Lebensalters – am Beispiel der Präsidentschaftswahlen in den USA

Als Jahrgang 1952 reibt man sich die Augen: Präsident Trump (1946) und vier seiner aussichtsreichsten möglichen Gegenkandidaten – Sanders (1941), Biden (1942), Bloomberg (1942), Warren (1949) sind älter! Diese vier, die Trump herausfordern wollen, fühlen sich imstande, mit über 70 Jahren einen neuen, ziemlich anspruchsvollen Job anzutreten und während acht Jahren auszuüben. Ist das ein Symptom für eine generelle Erweiterung des aktiven Lebensalters?

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Es gibt bessere Mittel, um Sicherheit zu erhöhen, als Bestrafung

Der Freispruch eines Fluglotsen durch das Bundesgericht ist von grosser und grundsätzlicher Bedeutung. Er bereitet den Weg zu einer Fehlerkultur, welche fördert, dass sicherheitsrelevante Fehler zu Ausgangspunkten für Verbesserung der Sicherheit werden: Durch Analyse und durch das Ziehen von Konsequenzen in Verfahren, Organisation, Führung, Ausbildung, Weiterbildung.

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Geht die blocheristische Geschlossenheit der SVP zu Ende?

Für den zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen im Kanton Bern haben SVP und FDP ein „TIcket“ mit Werner Salzmann und Christa Markwalder gebildet. Wenn der Vorstand der Zürcher SVP morgen beschliesst, dass Roger Köppel seinen Kampf gegen Ruedi Noser weiterkämpfen soll, wäre dies eine Rückkehr zu Verhältnissen vor Jahrzehnten: Als Blocher die Zürcher SVP radikalisierte und die Berner SVP noch eine Weile einen eigenen, gemässigten Kurs fuhr.

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