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79 Artikel

Ein Rating der Wissenschaftskompetenz als Entscheidungshilfe für Wählerinnen und Wähler?

Epidemiologe Marcel Salathé arbeitet an einem Rating der Digital- und Wissenschaftskompetenz von Parlamentarierinnen und Parlamentariern. Wir erleben aber gerade, dass verschiedene wissenschaftliche Fachrichtungen unterschiedliche politische Prioritäten nahelegen. Auf welche Fachrichtungen werden die Parlamentarierin, der Parlamentarier wie sehr hören müssen, um im Rating gut abzuschneiden? Und auf wen bei Uneinigkeit innerhalb einer Fachrichtung?

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Rückgang der Kulturkritik in Schweizer Medien.

In den Feuilletons wird die Kulturkritik mehr und mehr durch Gesellschafts- und People-Themen und durch politische Theorie verdrängt. Nichts gegen diese Themen. Aber Kulturschaffende und Publikum brauchen Kulturkritik. Es müssen neue, wohl vorab digitale Wege für sie gefunden werden.

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Fall „NZZ am Sonntag“: Wir sind nicht hilflos gegen Fehlentwicklungen in der Medienlandschaft.

Wenn der NZZ-Verlag eine Marktlücke öffnet, indem er die „NZZ am Sonntag“ durch den Wechsel in der Chefredaktion auf den Kurs der Leitung der NZZ des Werktags zwingt, muss er mit Kräften rechnen, die diese Lücke füllen: Durch Weiterentwicklung eines bestehenden oder durch Schaffung eines neuen Angebots. Online oder gedruckt, wohl eher online. Es gibt Beispiele dafür.

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Redaktionen politisch wählen? Eine Utopie.

Vermehrt wird erhoben und diskutiert, wo Journalistinnen und Journalisten politisch stehen. Rechts der Mitte wird linke Medienarbeit beklagt und kritisiert. Man versucht mitunter auch den tieferen Ursachen nachzugehen. Ideal wäre aus dieser Sicht wohl, dass die politische Haltung der Redaktionen, Journalistinnen und Journalisten derjenigen der Wählerinnen und Wähler entspräche. Aber realistischer und erstrebenswert ist, standortunabhängig Kriterien für die Qualität journalistischer Arbeit zu diskutieren und anzuwenden.

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Medien: Konzentration und Abbau wecken Kräfte der Erneuerung. Neustes Beispiel in Bern.

Erneuerung und Bereicherung des Schweizer Medienangebots: Zum Beispiel die Republik in Zürich, heidi.news in Genf, bajour in Basel. Genfer Stiftungen gaben der traditionsreichen Qualitätszeitung „Le Temps“ eine neue finanzielle Grundlage und befreiten sie aus Grossverlags-Abhängigkeit. Falsch wäre, von den neuen Angeboten einen Eins-zu-Eins-Ersatz klassischer Medien zu erwarten. Ihre Stärke und Chance ist, dass sie für die Informations- und Orientierungs-Praktiken der interessierten Bevölkerung von heute und morgen geschaffen werden.

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„Die Wiedererfindung der Nation“

Der Politikwissenschafter Herfried Münkler stellt in der „Frankfurter Allgemeinen“ das neue Buch von Aleida Assmann* vor: „Die Wiedererfindung der Nation. Warum wir sie fürchten und warum wir sie brauchen.“

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Grenzen der Misstrauenskultur. Ganz ohne Vertrauen sind Orientierung und Entscheidung unmöglich.

Ist Misstrauen wirklich der Inbegriff von Vernunft? Je misstrauischer, desto vernünftiger? Absolute Vertrauensverweigerung – Gipfel der Aufklärung? Wenn wir eigene Meinungen bilden und Einfluss nehmen wollen, sollten wir erarbeiten, wem wir stark vertrauen, wem weniger und wem gar nicht. Mit Irrtümern vertrauenswürdiger Personen und Stellen rechnen, ohne gleich das Vertrauen zu entziehen, aber bereit sein, aus enttäuschtem oder gar missbrauchtem Vertrauen Konsequenzen zu ziehen.

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Junge Menschen nicht zu früh aufgeben.

Wie soll eine Hochschule mit extremistischen Studierenden umgehen? Die NZZ befragt hierzu den Direktor der Zürcher Hochschule für Künste. Dessen besonnene Haltung verdient Unterstützung. Das Strafrecht verfolgt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Erziehungs- und Nacherziehungsziele. Diese Haltung ist auch in Beruf und Bildung sinnvoll.

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Wachsende Abhängigkeit der Journalistinnen und Journalisten von ihren Arbeitgebern.

Der Wechsel des Medienjournalisten Rainer Stadler von der NZZ zu Infosperber weist auf einen Aspekt der Entwicklung des Mediensystems hin, der ernster zu nehmen ist: Die Abhängigkeit der Journalistinnen und Journalisten von ihren Arbeitgebern wächst, weil es immer weniger Alternativen gibt. Dazu kommt, dass sich zwei grosse Arbeitgeberfirmen, die NZZ und die Tages-Anzeiger-Gruppe, nach rechts bewegen. Wer, obwohl nicht links stehend, diese Bewegung nicht mitmachen will, hat ein berufliches und ökonomisch-existenzielles Problem.

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