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Lässt sich die Neuregelung der Beziehungen Schweiz-EU beschleunigen?

Dieser Tage wurden mehrere europapolitisch relevante Akte gesetzt: Staatssekretärin Livia Leu hat der EU einen Brief geschrieben. Der Kongress der Europäischen Volkspartei fordert in einer an die EU-Kommission gerichteten Resolution eine „konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU“. Die Leitung der SP Schweiz hat sich erneut für den Beitritt der Schweiz zur EU ausgesprochen. Die Stiftung Avenir Suisse stellt die Erwartung schweizerischer EU-Gegner, Marktanteilseinbussen im EU-Raum durch Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu China kompensieren zu können, als Illusion bloss. Operation Libero startet eine Geldsammlung für eine Kampagne für eine Europa-Volksinitiative.

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Wenn Schweizer im Ausland gegen Unrecht in den Krieg ziehen.

Wenn sich Schweizer und vielleicht auch Schweizerinnen der «Internationalen Legion der Territorialverteidigung der Ukraine» anschlössen, die der ukrainische Präsident Selenski geschaffen hat, träten sie in die Fussstapfen der Spanienkämpfer: Jener Schweizer, die 1936-39 die spanische Republik in ihrem letztlich erfolglosen Kampf gegen die Revolte des faschistischen Generals Franco unterstützten. Viele von ihnen wurden nach ihrer Rückkehr in die Schweiz bestraft. 2009 beschlossen die Eidgenössischen Räte ihre Rehabilitierung.

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Gelingt es der Ukraine, westliche Staaten voll in den Krieg zu ziehen?

Stellvertreter Krieg führen zu lassen, ist grundsätzlich problematisch. Die Meinung ist dominant geworden, dass die Ukraine die europäischen Demokratien und Rechtsstaaten verteidige. Der bevorstehende Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO zeigt, wie sehr sich diese beiden Staaten bedroht fühlen für den Fall, dass Russland den Ukraine-Krieg gewinnt und Putin seiner Armee neue Aufgaben stellen kann.

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Wie gefährlich ist die russische Armee?

Es breitet sich die Meinung aus, der Verlauf des Ukraine-Kriegs offenbare, dass die russische Armee stark überschätzt worden sei. Tatsächlich legen auch kompetente Militärfachleute Schwächen dar, vor allem in Logistik und Führung. Es wäre aber voreilig und gefährlich, die Kampfkraft der russischen Armee definitiv herabstufen zu wollen.

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Individuen boykottieren? Das kann im Interesse des Diktators sein.

„Auch der Sport muss klar Stellung beziehen“: Unter diesem Titel fordert Sportredaktor Daniel Germann in der NZZ vom 2.5.22 die individuelle Boykottierung aller russischen Sportlerinnen und Sportler, nicht nur der Teams und Verbände. Kollektivstrafen seien störend, aber legitim, wenn sie dazu beitrügen, aufzurütteln: „Der Krieg fordere auch unschuldige Opfer.“ – Die Frage stellt sich auch für Kultur und Wissenschaft.

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Zur Diskussion über das Verhalten gegenüber nuklearer Erpressung

Die Möglichkeit eines Einsatzes von Atomwaffen ist weder eine Spekulation noch eine Glaubensfrage. Die Realität ist härter, als sie in vermeintlichen Appellen zur Stärke darstellt wird. Sie besteht darin, dass die demokratisch gewählten Regierungen der westlichen Staaten eine Mehrheit dafür gewinnen und bewahren müssen, Putins Erpressungsversuchen zu widerstehen, OBWOHL nicht ausgeschlossen kann, dass er Atomwaffen einsetzen wird.

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Nach der Wiederwahl Macrons: Die Schweiz hat weiterhin mit der EU zu rechnen.

58,8 Prozent der Wählenden haben sich für Emmanuel Macron entschieden. Der Wunsch von EU-Gegnern, auch in der Schweiz, dass sich Frankreich auf die Seite Ungarns und Polens schlage und dies zum Ende der EU führe, ging nicht in Erfüllung. Und der Teil der französischen Bevölkerung, die den Fortbestand der EU wollen, ist grösser als Macrons Prozentanteil.

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Ob ein Europa-Krieg zum Weltkrieg würde, hinge vor allem von China ab.

Es ist problematisch, den Eintritt des NATO-Bündnisfalls mit dem Beginn des Dritten Weltkriegs gleichzusetzen. Ein Grosskrieg in Europa, zumindest taktisch auch atomar geführt, wäre Katastrophe genug. Aber ob er zum Weltkrieg würde, hinge vor allem vom Verhalten Chinas ab. Auch Mächte wie Iran oder Nordkorea könnten darauf Einfluss nehmen.

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