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Medien: Konzentration und Abbau wecken Kräfte der Erneuerung. Neustes Beispiel in Bern.

Erneuerung und Bereicherung des Schweizer Medienangebots: Zum Beispiel die Republik in Zürich, heidi.news in Genf, bajour in Basel. Genfer Stiftungen gaben der traditionsreichen Qualitätszeitung „Le Temps“ eine neue finanzielle Grundlage und befreiten sie aus Grossverlags-Abhängigkeit. Falsch wäre, von den neuen Angeboten einen Eins-zu-Eins-Ersatz klassischer Medien zu erwarten. Ihre Stärke und Chance ist, dass sie für die Informations- und Orientierungs-Praktiken der interessierten Bevölkerung von heute und morgen geschaffen werden.

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UPDATE 19.3.21 zu: Nun sind alle Karikaturen von Carl Böckli, „Bö“, digital erfasst und zugänglich.

Die Karikaturen und satirischen Verse, mit denen „Bö“ den geistigen und politischen Widerstand gegen faschistischen und kommunistischen Totalitarismus stärkte, verdienen eine Renaissance. Das ETH-Archiv für Zeitgeschichte hat sie digital erfasst und zugänglich gemacht. – „Bö“steht nicht nur für Widerstand, sondern auch für Öffnung, gegen Sturheit, Borniertheit, Spiessertum, Heuchelei. Typisch, wie er einen kleinen Schweizer zeichnet, der auf einer Leiter an einem grimmigen Offizier emporsteigt und ihm sagt: „Herr Oberscht, de Chrieg isch us!“

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Die politisch-militärische China-Krise schlägt nun wohl doch auf die Wirtschaft durch.

Eben noch schien das China-Geschäft immun gegen politische und militärische Entwicklungen und Risiken. Immer neue Pläne und Schritte zu seinem Ausbau wurden gemeldet – unbeirrt durch die faktische Aufhebung von Hongkongs Sonderstatus, die stetige Verschärfung der Repression in China, die militärischen Drohgebärden zu Wasser und in der Luft, die Befürchtung eines baldigen Militärschlags gegen Taiwan. Vielleicht ist jetzt doch der Moment gekommen, da die Politik auf die Wirtschaft durchschlägt. Damit würde auch die Illusion zerbrechen, dass die Schweiz drohende Verluste auf dem europäischen Markt in China ausgleichen könnte.

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Der Gewerkschaftsbund vertraut auf die Wettbewerbskraft der Schweiz.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund kann nicht verkennen, dass die Entwicklung von Beschäftigung und Löhnen auch durch den Zugang schweizerischer Produkte und Dienstleistungen zum europäischen Markt beeinflusst wird. Trotzdem lehnt er, wie sein Chefökonom Daniel Lampart in der SonntagsZeitung vom 7.2.21 klarmacht, das Institutionelle Rahmenabkommen definitiv ab und nimmt damit nichttarifäre Handelshemmnisse in Kauf. Das zeugt von starkem Vertrauen in die Wettbewerkskraft der Schweiz.

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Burkaverbot: Stimmen wir über Frauen in der Schweiz ab oder über eine Botschaft an die Welt?

Auf die Frage, wie sich die Durchsetzung des Verhüllungsverbots auf die in der Schweiz ansässigen Frauen auswirken würde, die aus dem öffentlichen Raum vertrieben würden, gibt es keine überzeugende Antwort. Aber BefürworterInnen rufen uns dazu auf, über Niqab und Burka WELTWEIT abzustimmen: Gegen die Unterdrückung der Frau in Afghanistan, Iran und in anderen Ländern zu stimmen, zugleich gegen den politischen Islam, gegen die Koransuren über die Ungläubigen, und auch gegen die tyrannischen Touristen, die mit ihren vollverhüllten Frauen durch schweizerische Ferienorte ziehen.

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Ein neues Denkmal für Katharina von Zimmern? Was wissen wir über ihr Denken?

Das Zürcher Stadtparlament fordert ein neues Denkmal für Katharina von Zimmern (1478-1547), die letzte Äbtissin Zürichs. Was wissen wir über ihr Denken? Wie wichtig wäre es, mehr darüber zu wissen? Im Denkmälerstreit ging es bisher um bestehende Denkmäler für Menschen, deren Denken und Handeln wir heute teilweise oder gar vollständig ablehnen. Wie wenden wir diese Überlegungen an, wenn es um ein neues Denkmal geht?

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Pflegende: Engste PartnerInnen der Schulmedizin – aber misstrauischer als viele Andere

Eigentlich würde man ein Vertrauensverhältnis erwarten zwischen Pflegenden einerseits, Schulmedizin und Naturwissenschaften anderseits. Aber der verbreitete Widerstand gegen das Impfen zeigt ein Misstrauen, das stärker zu sein scheint als ein anderen Teilen der Bevölkerung. Nur ein intensives, respektvolles Eingehen auf dieses Misstrauen könnte daran etwas ändern – wenn überhaupt.

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„Europa minus“

Immer wieder diese implizite Selbstverständlichkeit, die Schweiz nicht mitzumeinen, wenn Europa kritisiert wird.

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Kalter Krieg. Jetzt wäre der Moment für vertrauensbildende Massnahmen.

Leider muss in der ersten Zeit nach dem Amtsantritt Präsident Bidens mit einer Zuspitzung von Konflikten gerechnet werden. Neue US-Präsidenten werden Härtetests ausgesetzt. Zwar wäre jetzt der Moment für vertrauensbildende Massnahmen, die auch im längerfristigen Interesse von Russland und China lägen. Westeuropa hätte Gehör dafür. Aber Wille und Fähigkeit zu Vertrauensbildung gehören leider kaum zu den Kompetenzen von Putin und Xi.

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