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CO2: Wie reagiert man vernünftig auf einen knappen Entscheid mit verschiedenen Ursachen?

Mit knapp 52 % Neinstimmenanteil wurde das CO2-Gesetz abgelehnt. Lässt sich die Bedeutung der Stimmen ermitteln, die der Nein-Parole von Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten folgten*, kann sich durchaus eine Mehrheit für eine Klimapolitik ergeben, die mindestens so griffig ist wie das CO2-Gesetz. Stark ausgewirkt hat sich die starke Mobilisierung der Landbevölkerung durch die beiden Agrarinitiativen. Trotz dieser Faktoren zeigt sich jetzt eine verbreitete Bereitschaft, die Klimapolitik abzuschwächen.

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Was sagt uns der Vergleich der Abstimmungsresultate COVID-19-Gesetz und CO2-Gesetz?

„Autofahren nur noch für Reiche?“ Ein klassenkämpferischer Slogan gegen das CO2-Gesetz – eingesetzt von der SVP. – Das Referendum gegen das COVID-19-Gesetz führte zu einer Bestätigung der behördlichen Pandemie-Massnahmen durch 60 % der Stimmenden. Verbote und Gebote. die sich an Alle richten, unbesehen ihrer sozialen Lage, wurden besser akzeptiert als die Anreizstrategie, umweltschädigendem Verhalten einen Preis zu geben und diesen zu erhöhen.

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Der Problemdruck wird die Klimapolitik vorantreiben.

Die Rechnung der radikalen Aktivistinnen und Aktivisten der Klimabewegung ist aufgegangen: Ein Gesetz, das ihnen zu mild war, tritt nicht in Kraft, obwohl der Problemdruck bleibt und wächst. Sie haben den Ausschlag gegeben. Rechnet man sie zu den Ja-Stimmenden hinzu, ergibt sich eine Mehrheit der Bevölkerung, die will, dass gehandelt wird. Da das Nein zum CO2-Gesetz die Behörden vorerst zurückbindet, wird die Mobilisierung auf der Strasse, die Mobilisierung zur direkten Aktion Auftrieb bekommen.

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Friedenspolitik muss dringend aufgewertet werden.

Ist ein Grosskrieg noch zu vermeiden? Die Voraussetzungen seines Ausbruchs werden immer klarer und wahrscheinlicher: Die chinesische Führung löst ihr Versprechen an Partei, Armee und Volk ein und beginnt den Eroberungskrieg gegen Taiwan. Entschliessen sich die USA zu militärischem Widerstand, bindet der Konflikt grosse Teile ihrer Kampfkraft. Russland ergreift die Gelegenheit, ultimativ das Baltikum zurückzufordern und nötigenfalls militärisch anzugreifen. Iran, erklärter militärischer Verbündeter Chinas, eröffnet im eigenen und im chinesischen Interesse eine Entlastungsfront.

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Umstrittene Grenze der Kompetenzen zwischen EU und Mitgliedstaaten.

In der Schweiz mag es einige überraschen: Die EU-Kommission in Brüssel muss sich auch mit Mitgliedstaaten über die Grenze der Kompetenzen auseinandersetzen – und nicht nur mit den autoritär regierten Staaten, deren Verbleib in der Union fraglich geworden ist. Gerade jetzt hat die Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet.

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Sachsen-Anhalt: Fast 80 Prozent gegen die Rechtsextremen.

Gut 7 Prozentpunkte gewann die CDU, Partei des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff, dazu und erreichte damit einen Stimmenanteil von knapp 37 %. Der Wille, zu verhindern, dass die rechtsextreme AfD stärkste Partei würde, war so verbreitet, dass viele Wählerinnen und Wähler, die früher eine andere Partei gewählt hatten, strategisch CDU wählten.

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Jetzt den Beitritt der Schweiz zur EU lancieren?

Nationalrat Fabio Molina beantragt der SP-Fraktion einen Vorstoss für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU. Der Schriftsteller Lukas Bärfuss schreibt im Magazin des SonntagsBlicks (6.6.21): „Befreien wir uns von unseren Ängsten und werden wir Mitglied der EU.“ 2020 äusserten sich in einer Meinungsumfrage 81 Prozent der Befragten gegen einen EU-Beitritt. Wie kommt man auf die Zuversicht, in ein paar Jahren eine Mehrheit vom Beitritt überzeugen zu können?

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Schweiz-EU: Hochrangige deutsche Europapolitikerin kritisiert die EU-Kommission.

„Die EU und die Schweiz – beide haben Fehler gemacht“, steht über einem Artikel von Katja Leikert im Tages-Anzeiger: „Brüssel hat mit seiner verqueren Logik die Position der SVP gestärkt.“ Man mag – wie der Schreibende – zum ersten Mal von Katja Leikert Kenntnis nehmen. Aber sie ist nicht irgendwer. Frau Leikert ist Vizepräsidentin der Unionsfraktion im Bundestag mit dem Zuständigkeitsbereich Europapolitik, Europa-Koordination, Parlamentarische Zusammenarbeit in Europa, das Verbindungsbüro Brüssel, die EVP-Fraktion und Menschenrechte. Und sie ist Mitglied der Europa-Union Deutschland.

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Europa erleben!

Viele Schweizerinnen und Schweizer haben ein sehr negatives Bild von der EU und ihren Mitgliedländern. Das ist eine tiefer liegende Ursache des Verhandlungsabbruchs über das Rahmenabkommen. Wenn die Beziehungen der Schweiz zur EU und ihren Mitgliedstaaten wieder besser werden sollen, muss viel getan werden, damit viel mehr Menschen Europa ERLEBEN! Authentisch!

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Katholische Konservative – ein umworbenes Potenzial.

Die SVP – unter Führung eines reformierten Pfarrerssohns – hat das Potenzial der katholischen Konservativen längst entdeckt. Sie hat der CVP in deren Stammlanden viele Wählerinnen und Wähler abgejagt. Nun baut auch die NZZ die Präsenz dieser weltanschaulichen Richtung aus: Augenfällig in ihrer Berliner Redaktion und in Gastartikeln von Exponenten der früheren Führung des Bistums Chur.

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Opposition in der direkten und in der parlamentarischen Demokratie.

Nationalrat Roger Köppel, bei der SVP Schweiz Bereichsverantwortlicher für die Europapolitik, bezeichnet die SVP als Oppositionspartei. Köppel in einem Interview mit der Zürichsee-Zeitung, erschienen am 31.5.21: „Wenn Sie wie ich bei einer Oppositionspartei mitmachen, dann wird Ihnen nicht der rote Teppich ausgerollt.“- In der Schweiz war herrschende Lehre – und ist es wohl weitgehend noch -, dass eine direkte Demokratie keine Opposition habe, die mit derjenigen einer parlamentarischen Demokratie vergleichbar sei. Wie steht es darum?

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