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160 Artikel

„Der gerade Weg“

Der Film „Aufstieg des Bösen“, der am 5. Januar 2020 bei RTL 2 wieder zu sehen war, erinnert unter anderem an Dr. Fritz Gerlich, einen frühen Widerstandskämpfer gegen Hitler. Als Verleger und Chefredaktor der Zeitung „Der gerade Weg – Deutsche Zeitung für Wahrheit und Recht“ wurde er am 9. März 1933 durch die SA gefangengenommen und misshandelt. 1934 wurde er im Konzentrationslager Dachau ermordet.

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Historische Assoziationen zu Erdogans Libyen-Feldzug

Erdogans Libyen-Feldzug erinnert daran, dass militärisch erfolgreiche Machthaber und Mächte an übertriebenen Ambitionen scheiterten: Napoleon und Hitler mit ihren Russland-Feldzügen, Japan im Zweiten Weltkrieg an der Herausforderung der USA. Erdogans Chance besteht in einer Verständigung mit Russland – die eine weitere Assoziation hervorruft.

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„Speak softly and carry a big stick; you will go far“

Nehmen wir die Grosssprecherei, die in Mode ist, zum Anlass, an die Devise zu erinnern, die Theodore Roosevelt, 1901-1909 erfolgreicher Präsident der USA, bekannt machte: „Sprich ruhig (sanft) und trage einen grossen Stock; so wirst du weit kommen.“

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Abwendung von China? Erinnerung an die Bewegung gegen den Osthandel

Wie ist mit Diktaturen umzugehen, wenn sie krass die Menschenrechte verletzen, im Innern oder nach aussen exzessiv Gewalt anwenden? Die Frage stellt sich akut bezüglich Chinas Entwicklung zum Überwachungsstaat, seine Unterdrückung der Uiguren und seines Verhaltens gegenüber Hongkong. Bundespräsident Maurer hat durch seinen Besuch beim chinesischen Partei- und Staatschef klar für den Primat der Wirtschaftsinteressen Stellung genommen. Aber die Kontroverse erinnert an die Osthandel-Debatte nach der Niederschlagung des Ungarn-Aufstands.

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„Aus dem letzten Jahrhundert“

Mit Jahrgang 1952 habe ich die Chance, das Spottwort „aus dem letzten Jahrhundert“ zum zweiten Mal zu erleben. Soeben lese ich einen Kommentar, in dem jemand meint, ein gewisses Verständnis der Bundesratswahl sei „aus dem letzten Jahrhundert“. Mag sein – aber nehmen wir das doch zum Anlass, einen Moment über diesen Ausspruch nachzudenken.

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Abnützung an der Macht erleiden auch die Stärksten – ausser in der Schweiz?

In Demokratien ist Abnützung an der Macht ein offenbar unausweichliches Schicksal – auch und gerade der Stärksten. Es traf Winston Churchill und Charles de Gaulle. Nun erleben wir das Ende der Ära Merkel. Machtverlust droht dann auch ihren Parteien: Auf Churchills konservative Regierung folgte die Labour-Regierung unter Clement Attlee. Was steht der CDU bevor? Die Schweiz scheint auch in dieser Beziehung ein glücklicher Sonderfall zu sein. Wirklich?

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Andersdenkende am Reden zu hindern, ist nicht nur grundrechtswidrig, sondern auch strategisch falsch

Vorfälle an der Universität Hamburg und am Göttinger Literaturherbst veranlassten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, „aggressive Gesprächsverhinderungen, Einschüchterung und Angriffe“ zu verurteilen. Beizufügen ist: Sie sind nicht nur grundrechtswidrig, sondern auch strategisch falsch. Wirksam kann Rechtsextremismus nicht durch Meinungsrepression, sondern durch kraftvolle Gegenrede entgegengetreten werden.

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Die Schweiz ist nicht von Saudiarabien umzingelt

Werden wir der Generation unserer Grosseltern einmal Abbitte leisten müssen? Was hat man ihr doch für Vorwürfe gemacht wegen ihrer Kompromisse mit Hitlers Drittem Reich! Und nun schauen wir zu, wie unser Bundespräsident ohne Not einer der brutalsten, aggressivsten Diktaturen dieser Welt den Hof machen geht: Der saudiarabischen.

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Friedensnobelpreis erinnert daran, dass Mussolini Äthiopien auf den Leidensweg trieb

Im Innern brutale Diktaturen, nach aussen Krieg: Das war Äthiopien Schicksal während Jahrzehnten. Wenn es dem Friedensnobelpreisträger Abyi Ahmed gelingt, sein Land und dessen Nachbarn in eine bessere Zukunft zu führen, beendet er eine Leidenszeit, an dessen Anfang eine Untat des italienischen Faschistenführers und Diktators Mussolini stand: Die Besetzung Äthiopiens 1935/36.

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Wie verhalten sich Industrie und Finanz beim Aufstieg autoritärer Kräfte?

Man muss wohl schon froh sein, wenn Industrie und Finanz den Aufstieg autoritärer Kräfte nicht unterstützen. Wenn autoritäre Kräfte aufsteigen, passen sich Verantwortliche an der Spitze von Konzernen und Firmen meist irgendwann an. „Die Helden wurden umgebracht“: Unter diesem Titel steht ein Interview der „Zeit“, in dem der Historiker Harold James „Lehren aus der Weimarer Republik“ zieht.

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„Die Quelle des Bösen liegt in Washington“ (Franco Cavalli, WOZ 26.9.19)

Eine Dämonisierung gibt Anlass zum Überdenken, wie sich die eigene politische Beziehung zu den USA entwickelt hat. Für mich beginnt sie damit, dass die USA Europa von Hitler befreiten, gemeinsam mit Grossbritannien, der Sowjetunion, Kanada, De Gaulles France-Libre-Truppen und Soldaten aus nichteuropäischen Völkern des British Empire. Dass es ohne die USA nicht möglich gewesen wäre, wusste niemand besser als Churchill, Stalin und De Gaulle. Aber wir können den USA längst nicht mehr unkritisch gegenüberstehen.

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