Sie befinden sich hier:

„Der gerade Weg“

Der Film „Aufstieg des Bösen“, der am 5. Januar 2020 bei RTL 2 wieder zu sehen war, erinnert unter anderem an Dr. Fritz Gerlich, einen frühen Widerstandskämpfer gegen Hitler. Als Verleger und Chefredaktor der Zeitung „Der gerade Weg – Deutsche Zeitung für Wahrheit und Recht“ wurde er am 9. März 1933 durch die SA gefangengenommen und misshandelt. 1934 wurde er im Konzentrationslager Dachau ermordet.

Die Erinnerung an Menschen wie Gerlich muss uns darauf aufmerksam machen, wie relativ wenig Zivilcourage, persönlichen Einsatz, Risikobereitschaft und letztlich Opfere der Einsatz für Grundrechte, Rechtsstaat und Demokratie in Westeuropa in der Nachkriegszeit bisher gefordert hat. Trotzdem mangelt es daran.

Dabei ist es so wichtig, den Anfängen – und Wiederanfängen – zu wehren.

Link zu einer Fritz-Gerlich-Homepage.

Link zum Wikipedia-Beitrag über Fritz Gerlich.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Bestätigen immer mehr moderne Demokratien eine antike Theorie?

„Wir haben nun genügend dargelegt, wie eine Diktatur aus einer Demokratie entsteht“, dies schreibt Platon (ca. 428-348 v.Chr.) am Ende des 8. Buches seines „Staates“, zum Abschluss einer längeren Diskussion des Themas – wie immer bei Platon in der Form eines sog. literarischen, d.h. erfundenen, Dialogs. Er verwendet das Wort „Tyrannis“, aber die lateinische Entsprechung „Diktatur“ macht die Sache heute verständlicher. – Von Dr. Theo Wirth*, Gastautor bei „PolitReflex“.

Weiterlesen »

Europa nach dem Zweiten Weltkrieg – eine haltbare Ordnung?

Fast gleichzeitig wurde in zwei politisch höchst unterschiedlich positionierten Zeitungen für die Entwicklung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg das Wort „Wunder“ verwendet: Vom einen Autor für die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland, vom andern für die Europäische Union.

Weiterlesen »

Abwendung von China? Erinnerung an die Bewegung gegen den Osthandel

Wie ist mit Diktaturen umzugehen, wenn sie krass die Menschenrechte verletzen, im Innern oder nach aussen exzessiv Gewalt anwenden? Die Frage stellt sich akut bezüglich Chinas Entwicklung zum Überwachungsstaat, seine Unterdrückung der Uiguren und seines Verhaltens gegenüber Hongkong. Bundespräsident Maurer hat durch seinen Besuch beim chinesischen Partei- und Staatschef klar für den Primat der Wirtschaftsinteressen Stellung genommen. Aber die Kontroverse erinnert an die Osthandel-Debatte nach der Niederschlagung des Ungarn-Aufstands.

Weiterlesen »