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157 Artikel

Vor 150 Jahren: Vorläufer der Weltkriege

Der Deutsch-Französische Krieg von 1870 verfeindete die beiden Nachbarländer in einem Masse, das schlimmste Voraussetzungen für den Ersten Weltkrieg schuf. Die Verhängnisse des 20. Jahrhunderts haben Ursachen im 19. Jahrhundert, und diese zum Teil bereits im 18. Jahrhundert. – Die Entwicklung der französisch-deutschen Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg erscheinen auf diesem Hintergrund als eine der grössten, wertvollsten und schützenswertesten politischen Leistungen der Weltgeschichte.

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Als Paris die Zerstörung drohte

Gute Filme über den Zweiten Weltkrieg machen Europapolitik: Sie rufen Wahnsinn und Verbrechen der Selbstzerfleischung Europas in Erinnerung. Damit fördern sie das Bewusstsein um den Wert der Nachkriegsordnung Europas.

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Denkmäler bezeugen zeitgebundene Werthaltungen von Führungsschichten

Denken wohl Behörden oder Herrscher, die ein Denkmal errichten lassen, daran, dass ihre Wertung der Person, die sie ehren, später einmal umstritten sein wird oder gar mehrheitlich abgelehnt wird? Wer eine Person in einem Denkmal ehrt, müsste bejahend vorwegnehmen, dass diese später anders beurteilt wird. Die Beseitigung eines Denkmals kann als Teil einer notwendigen Debatte über die Bedeutung vergangener Taten für Gegenwart und Zukunft eine diskussionswürdige Forderung sein. Sie kann ergänzt werden durch neue und neuartige Denk-Anregungen im öffentlichen Raum, wie die „Stolpersteine“, die in Städten Deutschlands und anderer Länder an Opfer des Holocausts und anderer Nazi-Verfolgungen erinnern.

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Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 75 Jahren: Zur Bedeutung für die Gegenwart

Das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg und dessen Ende weist uns darauf hin, zu welchen Verbrechen und Wahnsinnstaten die Menschheit fähig ist. Sie lässt uns dankbar staunen darob, dass es seither zu keinem Gross- oder Weltkrieg kam, und fordert uns heraus, Entspannungspolitik höchste Priorität zu geben. Europa – mit der Schweiz – muss an seiner Stärkung arbeiten, um bei gefährlichen Konflikten den Scharfmachern entgegentreten zu können, mit nichtmilitärischen Druck- und Motivationsmitteln und militärischer Bereitschaft.

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Schwierige Übergänge von verbrecherischen Diktaturen zu demokratischen Rechtsstaaten

In Deutschland wird jetzt untersucht, wie es dazu kam, dass ein ehemaliger Nazi ins Bundesverfassungsgericht gewählt wurde. Je grösser der zeitliche Abstand, desto mehr verstärkt sich der Eindruck, dass eine Entnazifizierung vielleicht nur punktuell und symbolisch stattfand. Und wie entwickelte sich nach 1989 die Stellung ehemaliger Verantwortlicher für Staats- und Parteiverbrechen der DDR? Übergangsprobleme haben auch andere Länder, zum Beispiel Serbien.

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Wenn die Schweiz ein Wappentier hätte, wäre es der Fuchs, nicht der Igel

Die Aussen- und Sicherheitspolitik des Kleinstaats Schweiz war meist vor allem eines: Schlau, schlau und nochmals schlau. Wenn wir auf die aktuelle Europapolitik schauen, ist sie vielleicht für einmal halbschlau. Aber der Schweizer Fuchs wird wohl schon wieder zu seiner Stärke zurückfinden. Wenn man das Kriterium des Landesinteresses anlegt, lässt sich der Leistungsausweis unseres heimlichen Wappentiers sehen.

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Warum wurden die Eisenbahnschienen zum KZ Auschwitz nicht bombardiert?

Die Frage treibt Menschen, die sich mit dem Holocaust, der Shoa befassen, immer wieder um: Weshalb wurden die Eisenbahnschienen vor dem Konzentrationslager Auschwitz nicht bombardiert? NZZ-Redaktor Andreas Ernst schreibt, der Verdacht habe nie ganz ausgeräumt werden können, „dass der Versuch einer Rettung der Juden auch deshalb unterblieb, weil sie Juden waren“ (NZZ 25.1.2020, S. 7). Grund genug, Erklärungsversuchen nachzugehen.

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„Der gerade Weg“

Der Film „Aufstieg des Bösen“, der am 5. Januar 2020 bei RTL 2 wieder zu sehen war, erinnert unter anderem an Dr. Fritz Gerlich, einen frühen Widerstandskämpfer gegen Hitler. Als Verleger und Chefredaktor der Zeitung „Der gerade Weg – Deutsche Zeitung für Wahrheit und Recht“ wurde er am 9. März 1933 durch die SA gefangengenommen und misshandelt. 1934 wurde er im Konzentrationslager Dachau ermordet.

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Historische Assoziationen zu Erdogans Libyen-Feldzug

Erdogans Libyen-Feldzug erinnert daran, dass militärisch erfolgreiche Machthaber und Mächte an übertriebenen Ambitionen scheiterten: Napoleon und Hitler mit ihren Russland-Feldzügen, Japan im Zweiten Weltkrieg an der Herausforderung der USA. Erdogans Chance besteht in einer Verständigung mit Russland – die eine weitere Assoziation hervorruft.

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„Speak softly and carry a big stick; you will go far“

Nehmen wir die Grosssprecherei, die in Mode ist, zum Anlass, an die Devise zu erinnern, die Theodore Roosevelt, 1901-1909 erfolgreicher Präsident der USA, bekannt machte: „Sprich ruhig (sanft) und trage einen grossen Stock; so wirst du weit kommen.“

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