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16 Artikel

Als Paris die Zerstörung drohte

Gute Filme über den Zweiten Weltkrieg machen Europapolitik: Sie rufen Wahnsinn und Verbrechen der Selbstzerfleischung Europas in Erinnerung. Damit fördern sie das Bewusstsein um den Wert der Nachkriegsordnung Europas.

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China-Alarm – aber was denkt man sich in der Exportwirtschaft?

„Chinas Plan, die Welt zu unterwerfen“: So überschreibt die „NZZ am Sonntag“ am 28.6.2020 einen Bericht über ein amtliches Dokument. Es wurde durch eine aus China geflohene Kasachin bekannt gemacht, die in einem Arbeitslager für Uiguren als Lehrerin arbeiten musste. Es könnte darum gegangen sein, die Gefangenen durch die Botschaft dieses Dokuments von der unwiderstehlichen Macht der chinesischen Führung zu überzeugen, und sie so zur „Assimilation“ zu bewegen.

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Billige Nahrungsmittel. Wurde der Preis für dieses soziale Friedensinstrument zu hoch?

Die Gründung der Migros* durch Gottlieb Duttweiler war wohl ein ähnlich wirksamer Beitrag zur sozialen Beruhigung wie die Schaffung der AHV. Menschen mit geringem Einkommen und ohne Vermögen revoltieren viel weniger gegen soziale Ungleichheit als gegen zu wenig oder zu schlechtes Essen. Nun führt uns die Grossmetzgerei Tönnies vor Augen, welchen Preis wir für die Versorgung der finanzschwachen Bevölkerungsteile mit Fleisch bezahlen.

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Für lang dauerndes Notrecht: Rückbesinnung auf die Vollmachtenkommissionen?

Wie könnte das Parlament Einfluss auf die Bildung und Anwendung von Notrecht erlangen, wenn ein Notstand lang dauern wird oder gar kein Ende absehbar ist? Während des Zweiten Weltkriegs wurden Vollmachtenkommissionen des Nationalrats und des Ständerats geschaffen. Es könnte sich lohnen, sich darauf zurückzubesinnen. Je mehr sich die anfängliche Überzeugung abbaut, Bundesrat und Verwaltung hätten in der COVID-19-Pandemie alles bestens gemacht, desto augenfälliger ist für die Zukunft die Bedeutung einer vorab geregelten, frühen und dauerhaften Mitwirkung des Parlaments.

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„Warnphase einlegen“ – ist diese Empfehlung noch haltbar?

Am 15. Mai hiess es im PolitReflex: „Nicht nur Corona, sondern auch die Auswirkungen von Freiheitsbeschränkungen, erst recht eines umfassenden Lockdowns, sind ernst zu nehmen. Deshalb sollte eine Warnphase geplant werden, bevor wieder starke Einschränkungen verordnet werden.“ Ist das noch haltbar, angesichts einer grossen Bevölkerungsmehrheit, die das Maskentragen auch in engen Verhältnissen verweigert?

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Denkmäler bezeugen zeitgebundene Werthaltungen von Führungsschichten

Denken wohl Behörden oder Herrscher, die ein Denkmal errichten lassen, daran, dass ihre Wertung der Person, die sie ehren, später einmal umstritten sein wird oder gar mehrheitlich abgelehnt wird? Wer eine Person in einem Denkmal ehrt, müsste bejahend vorwegnehmen, dass diese später anders beurteilt wird. Die Beseitigung eines Denkmals kann als Teil einer notwendigen Debatte über die Bedeutung vergangener Taten für Gegenwart und Zukunft eine diskussionswürdige Forderung sein. Sie kann ergänzt werden durch neue und neuartige Denk-Anregungen im öffentlichen Raum, wie die „Stolpersteine“, die in Städten Deutschlands und anderer Länder an Opfer des Holocausts und anderer Nazi-Verfolgungen erinnern.

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Zur Vorbereitung auf eine zweite Welle: Bundesrat Berset ist gefordert.

In einer zweiten Corona-Welle sollen Einschränkungen, Schliessungen, Quarantänen, Ausgehverbote nicht gesamtschweizerisch, sondern durch die Kantone für regionale und lokale Problemlagen angeordnet werden – in Absprache mit dem Bund („NZZ am Sonntag“ 14.6.20, S. 1). Dadurch würde dessen Aufgabe noch vielfältiger und somit anspruchsvoller als in der ersten Welle. Das Bundesamt für Gesundheit steht jedoch unter immer stärkerer Kritik, die dank Öffentlichkeitsgesetz nun auch mit Dokumenten untermauert wird („SonntagsZeitung“ 14.6.20). Und der Streit zwischen Epidemiologen und Daniel Koch unterhöhlt das Vertrauen in Wissenschaft und Verwaltung, das in einer zweiten Welle nötiger denn je wäre.

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Geht die Präsidialzeit Emmanuel Macrons dem Ende entgegen?

Die Zeitungen sind voll von Berichten und Kommentaren, wie angeschlagen der französische Staatspräsident sei. Erstaunlich ist, dass kaum behandelt wird, ob sich die linke und rechte Konkurrenz regenerieren konnte, und wer ausser Marine Le Pen eine Chance hätte, in der nächsten Präsidentschaftswahl zumindest in die Endrunde zu kommen.

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