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Corona: Vorschläge, zu denen wir auch noch stehen können, wenn die Fallzahlen wieder steigen.

Wer Lockerungen der Corona-Massnahmen fordert, sollte auch dann noch dazu stehen können, wenn die Fallzahlen ab Mitte März wieder steigen. Auch wenn sie stark steigen – was nicht sicher ist, aber gut möglich. Das kann aber anderseits nicht heissen, dass wir die Lockdown-Schäden verkennen, weil sie erst allmählich eintreten, im Gegensatz zu den täglich neuen Corona-Erkrankungen.

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Corona: Öffnungsprogramm muss einen zweiten Teil haben.

Jetzt ist klar, dass das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder geöffnet werden muss – obwohl niemand weiss, ob wir vor einem starken Wiederanstieg der Fallzahlen stehen. Deshalb muss das Öffnungsprogramm – und müssen schon die Forderungen nach ihm – einen zweiten Teil haben: Was tun wir, wenn die dritte Welle doch kommt, und wenn sie stark kommt?

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Hoffnung für Italien?

Eine sehr grosse Koalition mit einem überzeugenden Ministerpräsidenten – damit hat Italien wohl Viele überrascht, vor allem ausserhalb seiner Grenzen. Darf man jetzt für Italien hoffen?

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Burkaverbot: Wie wichtig ist das Individuum?

Nur zwanzig bis dreissig Frauen, die dauerhaft in der Schweiz leben, wären vom Burkaverbot betroffen. Dies drängt die individualistische Diskussion in den Hintergrund, aber sie bleibt wichtig: Wenn es nur eine einzige Frau wäre, die sich voll verhüllt, wäre es eine zuviel, sagt Alice Schwarzer, und empfiehlt ein Ja zum Burkaverbot. Auch für ein Nein gibt es ein individualistisches Argument: Wir würden eine Frau bestrafen, obwohl wir sie als Opfer und nicht als Täterin betrachten, und nachdem die Polizei sie gebüsst und nach Hause gebracht hat, würden wir sie sich selber überlassen. Befreiung? Wohl kaum.

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Medien: Konzentration und Abbau wecken Kräfte der Erneuerung. Neustes Beispiel in Bern.

Erneuerung und Bereicherung des Schweizer Medienangebots: Zum Beispiel die Republik in Zürich, heidi.news in Genf, bajour in Basel. Genfer Stiftungen gaben der traditionsreichen Qualitätszeitung „Le Temps“ eine neue finanzielle Grundlage und befreiten sie aus Grossverlags-Abhängigkeit. Falsch wäre, von den neuen Angeboten einen Eins-zu-Eins-Ersatz klassischer Medien zu erwarten. Ihre Stärke und Chance ist, dass sie für die Informations- und Orientierungs-Praktiken der interessierten Bevölkerung von heute und morgen geschaffen werden.

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UPDATE 19.3.21 zu: Nun sind alle Karikaturen von Carl Böckli, „Bö“, digital erfasst und zugänglich.

Die Karikaturen und satirischen Verse, mit denen „Bö“ den geistigen und politischen Widerstand gegen faschistischen und kommunistischen Totalitarismus stärkte, verdienen eine Renaissance. Das ETH-Archiv für Zeitgeschichte hat sie digital erfasst und zugänglich gemacht. – „Bö“steht nicht nur für Widerstand, sondern auch für Öffnung, gegen Sturheit, Borniertheit, Spiessertum, Heuchelei. Typisch, wie er einen kleinen Schweizer zeichnet, der auf einer Leiter an einem grimmigen Offizier emporsteigt und ihm sagt: „Herr Oberscht, de Chrieg isch us!“

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Die politisch-militärische China-Krise schlägt nun wohl doch auf die Wirtschaft durch.

Eben noch schien das China-Geschäft immun gegen politische und militärische Entwicklungen und Risiken. Immer neue Pläne und Schritte zu seinem Ausbau wurden gemeldet – unbeirrt durch die faktische Aufhebung von Hongkongs Sonderstatus, die stetige Verschärfung der Repression in China, die militärischen Drohgebärden zu Wasser und in der Luft, die Befürchtung eines baldigen Militärschlags gegen Taiwan. Vielleicht ist jetzt doch der Moment gekommen, da die Politik auf die Wirtschaft durchschlägt. Damit würde auch die Illusion zerbrechen, dass die Schweiz drohende Verluste auf dem europäischen Markt in China ausgleichen könnte.

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Der Gewerkschaftsbund vertraut auf die Wettbewerbskraft der Schweiz.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund kann nicht verkennen, dass die Entwicklung von Beschäftigung und Löhnen auch durch den Zugang schweizerischer Produkte und Dienstleistungen zum europäischen Markt beeinflusst wird. Trotzdem lehnt er, wie sein Chefökonom Daniel Lampart in der SonntagsZeitung vom 7.2.21 klarmacht, das Institutionelle Rahmenabkommen definitiv ab und nimmt damit nichttarifäre Handelshemmnisse in Kauf. Das zeugt von starkem Vertrauen in die Wettbewerkskraft der Schweiz.

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Burkaverbot: Stimmen wir über Frauen in der Schweiz ab oder über eine Botschaft an die Welt?

Auf die Frage, wie sich die Durchsetzung des Verhüllungsverbots auf die in der Schweiz ansässigen Frauen auswirken würde, die aus dem öffentlichen Raum vertrieben würden, gibt es keine überzeugende Antwort. Aber BefürworterInnen rufen uns dazu auf, über Niqab und Burka WELTWEIT abzustimmen: Gegen die Unterdrückung der Frau in Afghanistan, Iran und in anderen Ländern zu stimmen, zugleich gegen den politischen Islam, gegen die Koransuren über die Ungläubigen, und auch gegen die tyrannischen Touristen, die mit ihren vollverhüllten Frauen durch schweizerische Ferienorte ziehen.

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Ein neues Denkmal für Katharina von Zimmern? Was wissen wir über ihr Denken?

Das Zürcher Stadtparlament fordert ein neues Denkmal für Katharina von Zimmern (1478-1547), die letzte Äbtissin Zürichs. Was wissen wir über ihr Denken? Wie wichtig wäre es, mehr darüber zu wissen? Im Denkmälerstreit ging es bisher um bestehende Denkmäler für Menschen, deren Denken und Handeln wir heute teilweise oder gar vollständig ablehnen. Wie wenden wir diese Überlegungen an, wenn es um ein neues Denkmal geht?

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Pflegende: Engste PartnerInnen der Schulmedizin – aber misstrauischer als viele Andere

Eigentlich würde man ein Vertrauensverhältnis erwarten zwischen Pflegenden einerseits, Schulmedizin und Naturwissenschaften anderseits. Aber der verbreitete Widerstand gegen das Impfen zeigt ein Misstrauen, das stärker zu sein scheint als ein anderen Teilen der Bevölkerung. Nur ein intensives, respektvolles Eingehen auf dieses Misstrauen könnte daran etwas ändern – wenn überhaupt.

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