Denn wenn sich der Handlungsdruck so verstärkt, wie diese AktivistInnen erwarten, tritt dies auch ein, wenn das CO2-Gesetz angenommen wird. Und nach einem positiven Volksentscheid über das CO2-Gesetz wird es politisch besser und rascher möglich sein, weitergehende Massnahmen zu treffen, als nach einem Nein, das vor allem als Sieg der SVP und als Schuss vor den Bug der Klimapolitik schlechthin interpretiert werden wird.
Das Corona-Notrecht mag die AktivistInnen ermutigen: Auch die Klima-Krise kann zu Notrecht zwingen, und jetzt wissen wir ja, wie gut das dann geht.
Aber geht es wirklich so gut? Nach einer ersten Phase der Fügsamkeit sind Widerstände erstarkt und macht sich Disziplinlosigkeit breit. Klima-Notrecht würde wohl noch stärker ins Alltags-, Berufs- und Freizeitleben eingreifen als die Corona-Massnahmen, und die Massnahmen werden unbefristet nötig sein. Viele Menschen wehren sich für ihre bisherige Lebensweise.
Hierzu auch: „Strategie: Kompromiss zu Fall bringen, um den eigenen Weg frei zu machen.“ (Link)