Die Weiterentwicklung des Parteienspektrums beschränkt sich keineswegs auf CVP und BDP. Denn weder die SP noch die SVP haben in ihrer heutigen Zusammensetzung Zukunft. Und die FDP muss sich gegenüber der grünliberalen Konkurrenz positionieren und behaupten, mit offenem Ausgang.
Der linke Flügel der SP, der sich anschickt, mit Mattea Meyer und Cédric Wermuth die Parteiführung zu übernehmen, ist fest entschlossen, die Partei zu einer „Linken“ nach dem Muster der deutschen Partei dieses Namens weiterzuentwickeln. Und Roger Köppel will die SVP rechtsradikal europäisieren, definitiv zur Partnerin von Parteien wie AfD, FPÖ und Konsorten machen. Ob ihn Magdalena Martullo-Blocher dabei unterstützen wird, ist offen.
Diese Entwicklung braucht für das Land nicht schlecht zu sein. Diejenigen, welche die Radikalisierung ablehnen, werden weiter politisch aktiv sein. Entweder gelingt es ihnen, die Radikalen auszuboten, oder sie werden sich neu gruppieren. Neue Zusammenarbeit zwischen Parteien wird möglich.