Inlandredaktor Tobias Gafafer in der NZZ vom 6.1.2021 (Link): „China dürfte für die Schweiz wirtschaftlich weiter an Bedeutung gewinnen, solange der internationale Handelsstreit nicht eskaliert. Als Substitut für die Beziehungen zur EU, wie es Nationalkonservative bisweilen herbeisehnen, taugt es jedoch nicht. Das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Wohlergehen der Schweiz bleibt aufs Engste mit der EU und ihren Mitgliedsstaaten verbunden.
Es ist eine Binsenwahrheit, dass alleine das Handelsvolumen mit den süddeutschen Bundesländern grösser ist als dasjenige mit China. Trotz Differenzen teilen die Schweiz und die EU viele gemeinsame Werte wie die Rechtsstaatlichkeit – und verfolgen oft dieselben Interessen. Diese Gemengelage gilt es in einem volatilen geopolitischen Umfeld nicht zu vergessen.“
Friedrike Böge im Leitartikel „Marktzugang als Waffe“, FAZ, 6.1.21: „Zugleich setzt Xi Jinping auf Wirtschaftspolitik als Waffe. Es gehe darum, „die Abhängigkeit globaler Lieferketten von China zu erhöhen, um wirkungsvolle Vergeltungs- und Abschreckungsmöglichkeiten gegen Liefersperren ausländischer Mächte zu entwickeln“. Angesichts solcher Worte sollte sich die EU fragen, ob eine stärkere wirtschaftliche Integration mit China das richtige Signal ist. Das gilt wiederum vor allem für Deutschland, dessen Abhängigkeit vom chinesischen Markt besonders groß ist.“
Link zu „Chinas Freunde. Wie Martullo und Blocher die SVP auf Linie trimmen.“ NZZ 21.12.19.
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