Erstens: „DIE“ sind so – das ist eine Verallgemeinerung. Nicht „es gibt welche“, sondern: Wer Gegnerin oder Gegner der AfD ist, ist autoritär versucht.
Zweitens: WIR sind natürlich nicht „autoritär versucht“. „DIE“ sind die Anderen – nicht WIR, nicht ICH.
Eine so klare Aussage, dass zumindest die NZZ-Redaktion in Berlin NICHT zu den Gegnerinnen und Gegnern der AfD gehört, war wohl überfällig.
Seit Jahren schreibt NZZ-Berlin für die Beteiligung der AfD an Regierungsmacht – unbesehen der Frage, welche Anforderungen an eine Koalitionsvereinbarung sie stellen würde, und unbesehen der Frage, wie AfD-Führerinnen und -Führer Regierungsmacht ausüben würden.
Es kann sein, dass die Koalition Union & SPD am Kompromiss-Unwillen der Basis beider Partner scheitert. Dann wird sich zeigen: Bildet sich in der Union eine Mehrheit, die Koalitionsverhandlungen mit der AfD bejaht? Fraglich, eher nein – zu Viele in der Union kennen die AfD gut genug, um sie von Regierungsmacht fernhalten zu wollen. Aber wenn doch: Wie verhält sich die AfD? Versucht sie, koalitionsfähig zu werden, oder setzt sie auf möglichst unverzügliche Neuwahlen?
Siehe auch:
„Welche Rolle will und kann die AfD spielen, wenn die deutsche Regierungskoalition scheitert?“ (Link)
„Die NZZ hat sich entschieden: Die AfD muss mitregieren können“ (Link)
Ein Kommentar
…innen
Welch eklige Sprache.
Nein, danke.