Ruedi Noser wurde 2015 Ständerat und kam im ersten Wahlgang 2019 auf den zweiten Platz wegen seines politischen Profils. Wenn er dieses nun zugunsten der SVP verunklären würde, könnte er daran nur verlieren. Trotz oder wegen einer gewissen umweltpolitischen Öffnung geht er in aussichtsreichster Position in die zweite Runde. Nähme er diese nun zurück, oder würde er in der Europapolitik auf die SVP zugehen, verlöre er Unterstützung. Ein Teil derer, die ihn im ersten Wahlgang wählten, würden zu Hause bleiben, andere würden die Konkurrentin wählen. Und höchsten ganz wenige SVP-Wähler werden zur Urne gehen und die grüne Kandidatin wählen, um Noser und die FDP abzustrafen.
„Die FDP kann diese Wahl gewinnen, ohne sich von der SVP gängeln zu lassen“, kommentiert Stefan Hotz in der NZZ. Recht hat er. (Link zum Kommentar von Stefan Hotz.)