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Unfreiheit im Innern macht unglaubwürdig nach aussen.

Warum soll das Ausland einer Regierung glauben, was sie über ihr Land, ihre Politik, das Verhalten ihrer Armee und anderer Organe behauptet, wenn sie ihren eigenen Landsleuten freie journalistische Recherche und freie politische Debatte verbietet?

Ein aktuelles Beispiel: Russland behauptet jetzt, die Ukraine habe die Leichenfunde in Butscha inszeniert, und will dies vor der UNO beweisen. Was kann dies Russland nützen, wenn es verunmöglicht, was am nächsten läge: Dass die angeblichen Beweise durch einen freien, kritischen, wohlinformierten russischen Journalismus geprüft und anschliessend in Russland frei debattiert würden?

Diktaturen haben ein Glaubwürdigkeitsproblem, dem sie höchstens im Einzelfall beikommen könnten, wenn sie kompetente, neutrale internationale Untersuchungen zuliessen, zum Beispiel auf der Basis der UNO oder der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) – was sie ja auch nicht tun.

Siehe hierzu auch:

„Nur durch Zulassung freier journalistischer Arbeit könnte China sein Ansehen verbessern.“ (Link)

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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