Das war eine realistische Aussage der Grünen-Präsidentin in der Elefantenrunde am Abend des 20. Oktober: Man werde einen Anspruch auf einen Bundesratssitz erst erheben, wenn es zu einem Rücktritt komme. Sie trägt damit der Tradition Rechnung, dass die Bundesversammlung Bundesrätinnen und Bundesräte höchst ungern und deshalb nur sehr selten (Metzler 2003, Blocher 2007) abwählt.
Vielleicht tut eine „Cohabitation“ der Schweiz sogar gut: Wenn sie die Verständigung auf Kompromisslösungen fördert. Die Bundesratsmehrheit kann im Parlament vernünftigerweise nicht mit dem Kopf durch die Wand wollen, und die Parlamentsmehrheit ist interessiert daran, den Bundesrat zur Kooperation zu veranlassen.
„Cohabitation“: Link.