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Neutralitätsinitiative und russische Propaganda

Wie eng die Neutralitätsinitiative mit der russischen Propaganda gegen die Sicherheit und Unabhängigkeit der Ukraine zusammenhängt, zeigt die Zuschrift eines Initiativkomitee-Vorstandsmitglieds an die NZZ.

Auszug aus dem Leserbrief von Hans Bieri, Mitglied des Komitees der Neutralitätsinitiative, Langnau am Albis, in der NZZ vom 1.10.25:

„Spätestens seit 2014 war allen Beobachtern klar, wie der Konflikt hätte gelöst werden können: durch einen Rückzug der vorgeschobenen Raketenbasen der Nato aus Polen und Rumänien und durch die Einstellung der Versuche, die Ukraine einseitig in die EU und in die Nato einzubinden. Hätte der Westen sich zu diesem Rückzug bereit erklärt, hätte sich auch Russland aus der Ukraine zurückgezogen.

Die politische Reife der neutralen Schweiz beruht darauf, diese Zusammenhänge zu erkennen und wie beim letzten Vorsitz 2014 in der OSZE zur Lösung der Ursachen des Konfliktes beizutragen. Das hätte auch bedeutet, in Minsk dem Druck der Neocons der USA argumentativ standzuhalten. Doch die Schweiz lenkte ein und trug die Sanktionen gegen Russland mit.“

Als ob der erfahrene Europa-Kenner Putin den friedensgewohnten westlichen Demokratien im Ernst zutrauen würde, die Wahnsinnstaten der Russlandfeldzüge Napoleons und Hitlers zu wiederholen.

Hierzu schon der „PolitReflex“ vom 8.2.2023: „Zur Berechtigung des Widerstands der Ukraine und ihrer Unterstützung durch den Westen“ (Link).

 

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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