Immer mehr Senioren berichteten von Anschuldigungen, lesen wir in der NZZ am Sonntag vom 26.4.20: „Sie würden für die wirtschaftliche Misere verantwortlich gemacht –galten doch die Lockdown-Massnahmen des Bundes vor allem dem Schutz der vulnerablen älteren Bevölkerung.
Wer von den Senioren noch zum Spazieren oder in den Supermarkt geht, werde immer häufiger schräg angeschaut oder unwirsch angegangen, sagt (Alain) Huber (Direktor von Pro Senectute). Immer mehr Senioren fühlten sich zunehmend unwohler. «Die Solidarität der Jüngeren gegenüber den Senioren hat abgenommen», sagt Huber. Man beobachte daher die Entwicklung der Spannungen zwischen den Generationen genau.
Deshalb will Pro Senectute nun mit Massnahmen Gegensteuer geben. So werde man ein Stimmungsbarometer bei den über 50-Jährigen erstellen, sagt Huber. Ziel sei es, das gegenseitige Verständnis zwischen den Generationen zu erhalten und gemeinsam aus der Krise zu finden.“
Vielleicht war der Eindruck, den ich hatte, als ich am 10. April unter dem Titel „Eine Chance für gute und positive Beziehungen zwischen den Generationen“ schrieb, noch zu positiv (Link zum Artikel). Aber ich bleibe dabei, dass es einen starken, harten, ausbaufähigen Bestand guter Generationenbeziehungen gibt, individuell und in Gruppen. Pflegen wir sie, zeigen wir sie, bauen wir sie aus und stellen wir sie kreativ in den Dienst der Bewältigung der Coronakrise!< Link zum Interview mit Ludwig Hasler im NZZ am Sonntag Magazin vom 26.4.20.
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Postscriptum: Ich habe Jahrgang 1952 und bis jetzt keine persönlichen Anfeindungen erlebt, auch nicht auf unseren fast täglichen Waldspaziergängen. Aber das kann ja noch kommen.