Sie befinden sich hier:

Der Aufstieg der AfD und der Wille der Wählerinnen und Wähler

Deutsche Parteien werden zur Koalitionsbereitschaft mit der AfD gedrängt.

„Derartige Allparteienbündnisse verstärken die im Osten besonders verbreitete Vorstellung, dass die deutsche Demokratie dysfunktional geworden sei, weil der Wählerwille nicht mehr respektiert werde.“ (Oliver Maksan von der Berliner Redaktion der NZZ in der Ausgabe vom 4.1.24).

Wenn sich der Wille einer Mehrheit der Wählerinnen und Wähler dagegen wendet, dass die AfD eine Landesregierung führt und den Ministerpräsidenten stellt, ist dieser Wille zu respektieren. Und wenn dies eine Koalition zwischen Parteien erfordert, deren grösste und vielleicht einzige Gemeinsamkeit die Ablehnung der AfD ist, ist sie leider nötig.

Denken wir daran, dass eine Zeit kommen kann, da man fragen wird: Wer leistete der AfD beharrlich Widerstand, als Andere ihre Haltung vom vermeintlich unaufhaltsamen Aufstieg dieser Partei bestimmen liessen?

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Wie die Motivation zu Massnahmen gegen Klimaerwärmung geschwächt wird.

Zwei Argumente gegen Klima-Massnahmen. Erstens: Unser Beitrag zum CO-2-Ausstoss ist ja so klein, dass es auf uns nicht ankommt – also weshalb sollten wir uns bemühen oder gar einschränken? Zweitens: Die Erderwärmung und ihre Auswirkungen lassen sich sowieso nicht mehr aufhalten, also konzentrieren wir unsere Energien darauf, mit ihnen leben zu können. Was ist davon zu halten?

Weiterlesen »