Der chinesische Machthaber Xi schürt bei Partei, Armee und Volk unablässig die Erwartung, er werde Taiwan in den chinesischen Staatsverband zurückholen. Gleichzeitig expandieren seine Streitkräfte im südchinesischen Meer.
Dies hält Finanzdienstleister und – wie das Beispiel Roche zeigt – auch Industriekonzerne offenbar nicht davon ab, weiterhin auf China zu setzen. Offenbar bereitet es ihnen auch keine Sorgen, ob ein gleichzeitiger Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu den USA und zu China trotz den wachsenden Spannungen zwischen den beiden Mächten weiterhin möglich sein wird. Das muss Musik sein in den Ohren jener schweizerischen Anti-Europapolitiker, die drohende Marktanteilsverluste der Schweiz im EU-Raum durch den Ausbau des USA- und China-Geschäfts kompensieren wollen.
Ob sich die Polit-Analysten von Roche mit denjenigen austauschen, die weniger gute Prognosen für die Entwicklung der Beziehungen zu China und der Entwicklung im Fernen Osten haben? Zu wünschen wäre es.
Link zum Interview mit Severin Schwan.
Link zur Präsenz von Roche in Taiwan.