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Eine Koalition ohne AfD ist nicht zum Scheitern verurteilt

Die NZZ drängt Friedrich Merz, sich für eine Koalition mit der AfD zu öffnen (8.2.25). Der Chefredaktor der NZZ Deutschland gibt sich sicher, dass eine Koalition der Union mit SPD oder Grünen scheitern und zu einer weiteren Stärkung der AfD führen wird.

Grundlage dafür ist, dass die NZZ die AfD seit Jahren kontinuierlich verharmlost. Glaubwürdigen Stimmen, die vor der AfD warnen, gibt sie kein Gehör, weder Nachfahren des Widerstands gegen Hitler noch Verantwortlichen für KZ-Gedenkstätten. Und vor rund einem Jahr sprach sie sich erstmals klar für eine Regierungsbeteiligung der AfD aus (siehe unten verlinkte Artikel).

Der Leitartikler ist überzeugt, dass eine Koalition der Union mit SPD oder Grünen scheitern und zu einer weiteren Stärkung der AfD führen wird. Aber die Herausforderung, vor denen nach der Bundestagswahl alle demokratischen Parteien stehen werden, kann auch zu Besinnung, zur Annäherung und zu einem neuartigen gemeinsamen Selbstbehauptungswillen führen.

Nein, eine Koalition ohne AfD ist nicht zum Scheitern verurteilt. Aber wer keinerlei Verständnis hat für die Menschen, die nun zahlreich Widerstand gegen die Rechtsextremen bekunden, kann sich nur ein Scheitern vorstellen.

Mehr dazu:

„Nachfahren von WiderstandskämpferInnen gegen die Nazis warnen vor Rechtsextremisten, insbesondere vor der AfD“ (Link)

„KZ-Gedenkstätten in ihrer gesellschaftlichen Aufgabe gestärkt“ (Link)

„Die NZZ hat sich entschieden: Die AfD muss mitregieren können“ (Link)

 

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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