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Ein führender SVP-Politiker plädiert für freie Hass-Rede und Hass-Schreibe.

Hass-Rede und Hass-Schreibe seien reinigend und verhinderten Hass-Taten, schreibt Roger Köppel in einem „Plädoyer“ für den Hass. Kein Wort über die Auswirkungen auf Labile und auf die Opfer. Kein Wort auch über das Interesse extremer Politiker an einem Hass-Klima.

Roger Köppel plädiert für den Hass.

Er plädiert nicht nur für den Hass schlechthin, als Gefühl wie die Liebe, sondern auch für die Freiheit zur Hass-Rede und Hass-Schreibe (Link zum Editorial der „Weltwoche“ vom 14.10.21). Das sei reinigend, schreibt der SVP-Nationalrat und Ressortleiter Europapolitik seiner Partei. Verbiete und verhindere man dies, geschähen mehr Hassverbrechen.

Kein Wort über die Wirkung auf Andere:

Auf Labile, die zur Tat ermutigt werden.

Auf diejenigen, über die Hass ausgeschüttet wird:

Über ihre Angst.

Über ihren Rückzug aus der Sichtbarkeit, und somit über die Auswirkung auf die demokratische Partizipation.

Kein Wort über das Interesse von Politikern wie Roger Köppel an einem Klima des Hasses, in dem ihre Parolen besser greifen,  Gegnerinnen und Gegner eingeschüchtert und entmutigt werden.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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