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Abstimmungskampagnen: Mobilisierung ist wichtig, aber nicht „alles“.

Mitbürgerinnen und Mitbürger zu überzeugen, die sich noch nicht entschieden haben, ist anspruchsvoll, kann aber erfolgsentscheidend sein.

Klar, Mobilisierung muss sein: Denen, die ideell oder durch ihre Interessen bereits positiv vorkonditioniert sind, klarzumachen, dass es um IHRE Sache geht – und dass „WIR“ eine Chance haben, zu gewinnen, wenn wir alle marschieren! In der Schweiz sind einige Kräfte recht gut darin: Von der SVP bis zu den Juso, und seit 2015 mobilisiert die Kampagnenorganisation Operation Libero.

Mobilisierung begeistert – die Mobilisierenden und hoffentlich möglichst Viele, die mobilisiert werden sollen!

Um Unentschlossene zu überzeugen, muss man herauszufinden versuchen, wie sie denken, auf welche Überlegungen und Interessen man versuchen kann, sie anzusprechen. Man muss sich auf Vorverständnisse einlassen, die man selber nicht teilt, und ihnen Respekt zollen. Nehmen wir als aktuelles Beispiel die Burka-Initiative: Wer Überzeugungsarbeit für das Nein leisten will, muss, um ins Gespräch zu kommen, Verständnis und Respekt für die Meinung zeigen, Frauen müssten von diesem „Stoffgefängnis“ befreit werden. Es gibt genug Gründe, durch die auch jemand, der oder die sich für diese Befreiung einsetzt, vom Nein überzeugt werden kann.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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