Sie befinden sich hier:

Niederösterreich: Aufstieg der FPÖ – fast auf das Niveau der SVP

Ein Wählerinnen- und Wähleranteil von 1/4 bis 1/3 dürfte derzeit das durchschnittliche Potenzial rechtspopulistischer Parteien in Westeuropa sein.

Der Zuwachs der FPÖ in Niederösterreich auf 24,2 % (Link) ist eindrücklich und bedauerlich.
ABER: Der Anteil der SVP in den eidgenössischen Wahlen 2019 lag höher, nämlich bei 25,6 % (Link).
Die Gegnerinnen und Gegner der Rechtspopulisten und Rechtsextremen sind vorerst eine Mehrheit, aber sie verteilen sich von Liberalkonservativ bis Linksradikal. Deshalb sind sie nur beschränkt kooperationsfähig und widerstandsfähig gegen Rechtsradikalismus, besonders in der Schweiz, in der die Parteien das Privileg haben, keine Koalitionen eingehen zu müssen, um mitzuregieren.
Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Frankreich: Eine starke Opposition mit wenig Gemeinsamkeiten

Die Links- und Rechtsradikalen, die in den Wahlen zur französischen Nationalversammlung gestärkt wurden, haben kaum gemeinsame Ziele, wohl aber dieses: Den vorzeitigen Rücktritt des Staatspräsidenten zu erzwingen – in Erinnerung an Charles de Gaulle, der 1969 nach einer Referendumsniederlage zurücktrat. Der Tradition der Linken entspricht es, dieses Ziel auch mit Streiks und Strassenprotesten zu verfolgen. Auf der Strasse zu mobilisieren ist auch von der radikalen Rechten zu erwarten. Die Républicains, die gemässigten Rechten, stehen vor schwierigen Entscheidungen, aber die neue Lage ist auch eine Chance für sie.

Weiterlesen »