„(…) Bis zur „Front“, wie hier die Grenze zu Russland auch bezeichnet wird, sind es von Tapa aus nur 115 Kilometer. Dort sahen sich die Esten lange einer vielfachen Übermacht gegenüberstehen – trotz des NATO-Gefechtsverbands in Bataillonsstärke, der von den Briten geführt wird und hier in Tapa sein Hauptquartier hat. Denn auf russischer Seite stand eine komplette Division, zuzüglich weiterer Elitetruppen. Dann überfiel Russland die Ukraine. Nun steht das Gros der Verbände, die in der Nähe Estlands stationiert sind, dort entlang der Front. In Tapa rechnet man fest damit, dass sie zurückkehren werden. Russland verfüge über so große Ressourcen, dass die Lücken, die der Krieg reiße, in den Reihen der Soldaten ebenso geschlossen würden wie bei den Waffensystemen. Dann, so die Sorge, könnte Estland ihr nächstes Ziel sein. (…)“
China und Hongkong: Auch künftig zwei Systeme, aber nur noch ökonomisch?
Mit dem Sicherheitsgesetz hebt China die Geltung der Formel „Ein Land, zwei Systeme“ nicht gänzlich auf, sondern reduziert sie auf Finanz und Wirtschaft. Dies erwarten jedenfalls westliche Konzerne, die in Hongkong tätig sind. Sie könnten damit recht bekommen, aber ganz sicher ist die erfolgreiche Zukunft des Finanzplatzes nicht.