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Wie steht es um Putins Pläne für nach dem Ukraine-Krieg?

Putin will das Baltikum zu Russland zurückholen, die NATO aus Russlands Nachbarstaaten vertreiben und so die militärische Kontrolle über Ost-Mitteleuropa zurückgewinnen, wie sie die Sowjetunion zu Zeiten des Warschauer Pakts hatte. Voraussetzung hierfür ist ein rascher, klarer Sieg in der Ukraine.

Zur Verfolgung seiner weiteren Pläne braucht Putin ein ungebrochenes, womöglich noch gesteigertes Drohpotenzial der russischen Armee. Es mag trügerisch sein, aber sie scheint sich schwer zu tun, in der Ukraine ihre Ziele zu erreichen. Wenn Putin in der nächsten Phase des Ukraine-Kriegs noch härtere Schläge führt, um zu einem raschen Ergebnis zu kommen, das er als Sieg deklarieren kann, tut er es auch im Interesse seiner Anschlusspläne.

Wie nützlich der Respekt vor der russischen Armee ist, zeigte sich soeben darin, dass viele ungarische Wählerinnen und Wähler Viktor Orban dafür honoriert haben, dass er gegenüber Russland kein Risiko eingeht.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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