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Das Schweizer Parteienspektrum entwickelt sich weiter

„Die halbe SP-Fraktion fordert vor der Präsidiumswahl von Cédric Wermuth und Mattea Meyer ein Bekenntnis zur Vielfalt in der Partei“, berichtet die „NZZ am Sonntag“ am 19.7.20. Das ist nur ein weiteres Symptom für eine notwendige Weiterentwicklung des Schweizer Parteienspektrums.

Die Weiterentwicklung des Parteienspektrums beschränkt sich keineswegs auf CVP und BDP. Denn weder die SP noch die SVP haben in ihrer heutigen Zusammensetzung Zukunft. Und die FDP muss sich gegenüber der grünliberalen Konkurrenz positionieren und behaupten, mit offenem Ausgang.

Der linke Flügel der SP, der sich anschickt, mit Mattea Meyer und Cédric Wermuth die Parteiführung zu übernehmen, ist fest entschlossen, die Partei zu einer „Linken“ nach dem Muster der deutschen Partei dieses Namens weiterzuentwickeln. Und Roger Köppel will die SVP rechtsradikal europäisieren, definitiv zur Partnerin von Parteien wie AfD, FPÖ und Konsorten machen. Ob ihn Magdalena Martullo-Blocher dabei unterstützen wird, ist offen.

Diese Entwicklung braucht für das Land nicht schlecht zu sein. Diejenigen, welche die Radikalisierung ablehnen, werden weiter politisch aktiv sein. Entweder gelingt es ihnen, die Radikalen auszuboten, oder sie werden sich neu gruppieren. Neue Zusammenarbeit zwischen Parteien wird möglich.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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