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Réduit-Strategie – heute und morgen so zwiespältig wie 1940

Das Thema Réduit, das die WOZ jetzt breit angeht, hat einen Gegenwartsbezug, der ebenso beklemmend ist wie die Rückschau auf 1940. Die Initiantinnen und Initianten der „Neutralitätsinitiative“ müssen sich der Frage nach IHRER Réduit-Strategie stellen.

Auch heute und morgen ist die militärische Verteidigung ab Landesgrenze gegen eine Grossmachtsarmee ohne eine vorbereitete militärische Unterstützung aus dem Ausland illusorisch. Und die Auswirkungen einer Besetzung des Landesteils ausserhalb des Réduits auf die dort lebende Zivilbevölkerung wären ebenso hart, wie sie es ausserhalb des Guisan-Réduits gewesen wären.

General Guisan und der damalige Bundesrat entschieden sich nicht aus schlechtem Willen oder Können für den Rückzug des Gros der Armee ins Réduit, sondern weil die französische Armee, mit der eine gemeinsame Abwehr von Wehrmacht und SS vorbereitet war, vor Hitler kapitulieren musste. Eine Verteidigung des Flachlandes und der grossen Städte wurde dadurch unmöglich.

Link zum WOZ-Artikel vom 20.11.2025.

Mehr dazu:

„Höchste Zeit, sich mit der Réduit-Illusion auseinanderzusetzen“ (Link)

„Neutralitätsinitiative – wäre die Réduit-Strategie wieder möglich?“ (Link)

„Verteidigungspolitik: General Henri Guisan – Niedergang eines Vorbilds?“ (Link)

„Verteidigungsvorbereitung mit dem Ausland – von General Guisan bis heute“ (Link)

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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