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Europa ist nicht verantwortlich für die Folgen von Erdogans militärischem Abenteuer

Erdogans Vorgehen in Syrien ist durch seinen Kampf gegen die Kurden getrieben. Europa hat dies weder gutgeheissen noch zu verantworten. Es besteht deshalb keinerlei moralische Verpflichtung, die Flüchtlinge aufzunehmen, die Erdogan nun nach Europa weiterschicken will. Aus rein humanitären Gründen ist jedoch finanzielle und eventuell praktische Hilfe an Menschen, die aus Syrien in die Türkei geflohen sind, berechtigt.

Bulgarien und Griechenland verdienen europäische Unterstützung, wenn sie Flüchtlinge, durch deren Überführung nun  Erdogan nun Europa destabilisieren und spalten will, an ihren Grenzen aufhalten. Dabei ist einerseits zu bedenken, dass die Annahme durchaus realistisch ist, dass es unter ihnen Terroristen des „Islamischen Staats“ hat. Aber abgesehen davon sind die europäischen Staaten praktisch und politisch nicht in der Lage, weitere Flüchtlingen in grosser Zahl aufzunehmen. „Wir“ haben es leider nicht „geschafft“, obwohl ich damals mit dem humanitären Entscheid Angela Merkels und ihrem kühnen Wort einverstanden war. Viele Geflohene leben jetzt ohne Perspektiven in Europa. Wir müssen uns primär um deren Zukunft kümmern, und um das künftige Zusammenleben mit ihnen.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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