Bulgarien und Griechenland verdienen europäische Unterstützung, wenn sie Flüchtlinge, durch deren Überführung nun Erdogan nun Europa destabilisieren und spalten will, an ihren Grenzen aufhalten. Dabei ist einerseits zu bedenken, dass die Annahme durchaus realistisch ist, dass es unter ihnen Terroristen des „Islamischen Staats“ hat. Aber abgesehen davon sind die europäischen Staaten praktisch und politisch nicht in der Lage, weitere Flüchtlingen in grosser Zahl aufzunehmen. „Wir“ haben es leider nicht „geschafft“, obwohl ich damals mit dem humanitären Entscheid Angela Merkels und ihrem kühnen Wort einverstanden war. Viele Geflohene leben jetzt ohne Perspektiven in Europa. Wir müssen uns primär um deren Zukunft kümmern, und um das künftige Zusammenleben mit ihnen.
Das integrierte Europa in der Krise – und die Schweiz?
Die Krise des integrierten Europa wird dramatisiert: Jacques Attali hält sogar einen weiteren deutsch-französischen Krieg für möglich. In der „FAZ“ widersprechen ihm Daniel Cohn-Bendit und der Politologe Claus Leggewie in einem gemeinsamen Gastbeitrag – aber unter dem Titel „Europa abgemeldet“. Hauptursache des Niedergangs seien die Interessengegensätze und Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland. Und die Schweiz? Schaut von aussen zu – und ihre Souveränisten amüsieren sich?