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23 Artikel

Seitenwechsel von Wissenschaftlern – ein Forschungsthema?

Es scheint, dass wir immer mehr Wissenschaftler brauchen, die die Seite wechseln. Ein Beispiel: Die Krankenversicherer fordern mehr Einfluss auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten – noch mehr Einfluss! Das kann man ja nur ernst nehmen, wenn man annimmt, dass sie Ärztinnen und Ärzte auf ihre Seite ziehen, zu Kontrolleurinnen und Kontrolleuren machen, die zumindest annähernd so gut qualifiziert sind wie die praktizierenden.

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Abwendung von China? Erinnerung an die Bewegung gegen den Osthandel

Wie ist mit Diktaturen umzugehen, wenn sie krass die Menschenrechte verletzen, im Innern oder nach aussen exzessiv Gewalt anwenden? Die Frage stellt sich akut bezüglich Chinas Entwicklung zum Überwachungsstaat, seine Unterdrückung der Uiguren und seines Verhaltens gegenüber Hongkong. Bundespräsident Maurer hat durch seinen Besuch beim chinesischen Partei- und Staatschef klar für den Primat der Wirtschaftsinteressen Stellung genommen. Aber die Kontroverse erinnert an die Osthandel-Debatte nach der Niederschlagung des Ungarn-Aufstands.

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Gehen wir Kriegszeiten entgegen?

Die Frage, ob wir Kriegszeiten entgegengehen, beschäftigt mehr und mehr. Man ist sich bewusst, dass zwischen dem Zweiten Weltkrieg und heute unablässig in Teilen der Welt Krieg geführt wurde. Aber wird er auch uns erfassen – uns verwöhnte Generation im Westen? Es ist richtig und wichtig, dass wir auf ungute Gefühle achten und der Frage, die uns umtreibt, auf der rationalen Ebene nachgehen.

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„Aus dem letzten Jahrhundert“

Mit Jahrgang 1952 habe ich die Chance, das Spottwort „aus dem letzten Jahrhundert“ zum zweiten Mal zu erleben. Soeben lese ich einen Kommentar, in dem jemand meint, ein gewisses Verständnis der Bundesratswahl sei „aus dem letzten Jahrhundert“. Mag sein – aber nehmen wir das doch zum Anlass, einen Moment über diesen Ausspruch nachzudenken.

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Bundesratswahlen: Mit dem Zahlenzauber ist es vorbei

Eine Partei, die neu in den Bundesrat will, beruft sich weiterhin auf ihre zahlenmässige Stärke in den Wahlen, im Nationalrat, wenn möglich in der Bundesversammlung. Aber mit dem Zahlenzauber ist es vorbei. Der Bundesrat wird jetzt nach sachpolitischen und strategischen Kriterien zusammengesetzt.

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Bundesratswahl: Einbinden ist kein Thema. Zu Recht?

Einbinden funktioniert im „Konkordanz“-System der unverbindlichen Regierungszugehörigkeit nicht: Dass sie Bundesräte stellen, hat SVP und SP nicht gemässigt. Die SVP hat mit der (abgelehnten) Selbstbestimmungsinitiative, der zur Abstimmung kommenden Kündigungsinitiative und dem Würmer-Inserat einen vorläufigen Höhepunkt ihrer Radikalität erreicht, und in der SP werden Juso und Gewerkschaften immer stärker. Weshalb sollten ausgerechnet die Grünen eine konsequente Regierungspartei werden?

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Wann haben Polparteien in Majorzwahlen Erfolg?

Die Grünen erfahren nun, was SP und SVP immer wieder erfahren haben: Auch wenn sie in Proporzwahlen stark abschneiden, bringen sie in Majorzwahlen Kandidatinnen, die für sie besonders repräsentativ sind, selten durch. Um Regula Rytz zu verhindern, wurde in Bern kräftig der SVP-Mann Werner Salzmann gewählt. In Zürich blieb Marionna Schlatter chancenlos. Und für SVP bzw. SP werden weiterhin Kandidaten wie Roger Köppel und Cedric Wermuth nicht gewählt.

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Und wieder lehnt der Bundesrat eine Motion für Menschen mit Demenz ab

Wiederholt sich die „Geschichte“? 2011/12 nahmen Stände- und Nationalrat mit nur wenigen Gegenstimmen die Motionen Steiert (SP) und Wehrli (CVP) „Steuerbarkeit der Demenzpolitik“ an, obwohl der Bundesrat Ablehnung beantragt hatte. Daraus resultierte die Nationale Demenzstrategie. Nun lehnt der Bundesrat eine ähnlich breit abgestützte Motion von Nationalrätin Maya Graf ab – und argumentiert wie damals. Kurz zusammengefasst: Ihr habt ja recht, aber wir tun schon das Nötige.

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Wird die Schweizer Sozialdemokratie zusammenbleiben?

Von aussen betrachtet, sind in der Schweizer Sozialdemokratie vier Kräfte festzustellen: Die Jusos wollen sie zur „Bewegung“ machen, die Gewerkschaften verteidigen ihren traditionellen starken Einfluss, eine sozialliberale Minderheit mit dem Zürcher Ständerat Jositsch als Hauptexponent kämpfen um ihre Stellung, und eine vierte Denkrichtung setzt sich dafür ein, dass die SPS weiterhin zwei Flügel hat. Der Fortbestand einer grossen Sozialdemokratie mit linkem und rechtem Flügel ist nicht selbstverständlich, weder im europäischen Vergleich noch mit Blick auf die Entwicklung im 20. Jahrhundert.

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Europa muss sich auf vier weitere Trump-Jahre vorbereiten

Zwei Faktoren sprechen dafür, dass Donald Trump 2020 erneut der Präsident einer Minderheit der Wählerinnen und Wähler wird: Erstens braucht er keine Volksmehrheit, sondern eine Elektorenmehrheit, d.h. die Mehrheit in einigen Staaten, die ein grosses Elektorenkontingent stellen. Schon 2016 wurde er gegen das Volksmehr Präsident. Und eine Gegenkandidatur der Demokraten, die ihm gefährlich werden könnte, ist nicht in Sicht. Die Kandidatur Joe Bidens wird wohl demontiert, und Elizabeth Warren mag eine höchst fähige Politikerin sein, aber ihr Programm ist nicht mehrheitsfähig.

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Wer Greta Thunberg misstraut, mag Dr. Sonja Wipf lesen

Dr. Sonja Wipf ist eine von weltweit 11’000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die eine Klima-Notstandserklärung unterzeichnet haben. Sie erforscht beim Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos Gebirgs-Ökosysteme. „Es gibt einen überwältigen wissenschaftlichen Konsens darüber, dass der Klimawandel stattfindet, dass er vom Menschen verursacht und beschleunigt wird und dass er immense Folgen für unseren Planeten und die Menschenheit hat“, stellt sie fest.

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