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Starkes Vertrauen in Wissenschaft, Polizei und Gerichte

„Science, police et tribunaux – le trio gagnant“: Unter diesem Titel kommentiert „Le Matin Dimanche“ am 30.11.25 eine Studie der ETH Zürich, basierend auf der Befragung von 2’130 Personen durch das Institut DemoSCOPE. Sie ergab, dass Wissenschaft, Polizei und Gerichte – in dieser Reihenfolge – die Spitzenplätze einer Liste des Vertrauens in der Bevölkerung einnehmen.

In einer Skala von 1 (kein Vertrauen) bis 10 (volles Vertrauen) erreichen Wissenschaft 7,9, Gerichte 7,8 und Polizei 7,4; zum Vergleich: Bundesrat 6,8, Bundesparlament 6,5, Medien und politische Parteien je 5,6.

Das Ergebnis ist bemerkenswert, weil Wissenschaft und Gerichte stetigen populistischen Anfechtungen ausgesetzt sind, vor allem von rechtsaussen und aus „Querdenker“-Kreisen. Die Polizei wird – quasi traditionell – permanent von linksaussen angegriffen, und derzeit stehen einzelne Polizeikorps unter Kritik wegen angeblichen oder wirklichen rassistischen Tendenzen. „Malgré les polémiques, la police garde la confiance des Suisses“, titelt „Le Matin Dimanche“.

Politisch Verantwortliche können daraus erkennen, wie beschränkt die Wirkung dieser Anfechtungen offenbar ist, und dass man es wagen kann und soll, zu diesen Vertrauensträgern zu stehen. Es ist ermutigend, dass die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse die politische Willensbildung durchaus beeinflussen kann. Umso wichtiger ist und bleibt auch Wissenschaftsjournalismus.

Quelle: Studie „Sicherheit 2025“ des Center for Security Studies der ETH Zürich, insbesondere S. 113 ff. (Link zum PDF).

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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