Sie befinden sich hier:

Orban wünscht Trumps Rückkehr und erwartet von ihm raschen Frieden mit Putin

Als „Dealmaker“ bezeichnet Roger Köppel, Bereichsleiter Europapolitik der SVP Schweiz, Donald Trump in seinem Interview mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban (Weltwoche, 2.3.23). Ob Trump die Ukraine am Dealmaking beteiligen und welchen Preis er ihr zumuten würde, ist für die Gesinnungsfreunde Orban und Köppel keine Rede wert.

Auszug aus dem Interview unter dem Titel „Wir beten und vertrauen auf den lieben Gott“:

Orban: „Die ungarische Erfahrung ist eindeutig: Wenn in Washington die Demokraten an der Macht sind, gehen wir in Deckung. Die wollen uns immer ändern, so wie auch die Brüsseler Politiker. (…) Wir sind die Grenztruppen in den Burgen an den Rändern des Kontinents. Diese Arbeit wir nicht anerkannt. Darum warten wir darauf, dass unsere republikanischen Freunde wieder an die Macht kommen.“

Weltwoche: „Könnte ein Donald Trump, der ‚dealmaker‘, mit Putin einen ‚Deal‘ schaffen? Ist Donald Trump die letzte Friedenshoffnung der Welt?“

Orban: „Nicht die letzte. Aber er ist eine Hoffnung.“

Weltwoche: „Könnte er den gordischen Knoten im Ukraine-Krieg durchtrennen?“

Orban: „Er würde das wohl in ein paar Wochen tun.“

Link zum Interview hinter Paywall.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Brexit-Abkommen und Rahmenabkommen: Sorgfältig abklären.

Nach der Einigung zwischen der EU und Grossbritannien auf ein Partnerschaftsabkommen werden Schnellschüsse abgegeben. Die Forderungen an den Bundesrat und an die EU, die Streitschlichtungsregeln des Institutionellen Rahmenabkommens grundlegend zu ändern, werden hochgeschraubt. Ohne sorgfältige Abklärung kann dies zu einer Enttäuschung führen.

Weiterlesen »

Plötzlich setzt Putin auf Beschwichtigung – aus offensichtlichen Gründen

Putin selbst und sein Umfeld machten klar, dass sie Russland auf das Territorium der Sowjetunion ausdehnen wollen. Sie drohten Polen und dem Baltikum. Dmitri Medwedew proklamierte gar ein „Eurasien“ von Portugal bis Sibirien. Die Entwicklung im demokratischen Europa und in den USA bewogen nun Putin, zu beschwichtigen – in einem Interview mit dem Trumpisten Tucker-Carlson.

Weiterlesen »

Rahmenabkommen – Thomas Cottier: Volksentscheid! Eric Gujer: Übungsabbruch!

Volk und Stände haben erst letztes Jahr die „Begrenzungsinitiative“ (Kündigungsinitiative) der SVP deutlich abgelehnt, um die bilateralen Beziehungen zur EU intakt zu halten. Auch der Entscheid über das Institutionelle Rahmenabkommen wird sich auf diese Beziehungen auswirken – ein guter Grund für eine Volksabstimmung. – Am selben Tag, dem 6. März 2021, fordert Professor Thomas Cottier das Recht des Volkes zum Entscheid ein und empfiehlt NZZ-Chefredaktor Eric Gujer dem Bundesrat einen „überfälligen“ Übungsabbruch. Aber Gujer fügt bei: „Nach den Verhandlungen ist vor den Verhandlungen.“

Weiterlesen »