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Nach dem Nein zur Medienförderung.

Es ist sicher vernünftig, jetzt mit Gegnerinnen und Gegnern, die sich hierzu bereit erklärt haben, über eine neue Vorlage zu beraten, die weniger Angriffsflächen als die abgelehnte aufweisen soll. Bis aber eine neue Vorlage – wenn überhaupt – entscheidungsreif würde, könnten Jahre verstreichen.

Das ist nicht nur nachteilig. In dieser Zeit wird sich nämlich die Realität entwickeln. Es wird sich zeigen, welche Erwartungen und Befürchtungen beider Seiten berechtigt waren. Werden die reichen Verleger zu ihren defizitären Redaktionen stehen, auch ohne zusätzliche Bundesmittel? Wird es zu massiven Abbaumassnahmen kommen? Zu Übernahmen, insbesondere durch Financiers aus dem Umfeld der SVP oder von Peter Weigelt oder Bruno Hug? Wird sich der Niedergang der gedruckten Angebote, wird sich die Digitalisierung beschleunigen?

Man wird bei einer allfälligen nächsten Entscheidung besser beurteilen können, was Not tut – und was dann noch beeinflusst werden kann.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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