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Klima: Nur Vertrauen und Mut lassen Hoffnung zu

Zwei Kräfte drohen die Klimapolitik zu lähmen: Das Misstrauen in die Wissenschaft und die Entmutigung.

Vielleicht gingen wir nicht gern in den Physikunterricht und haben die Prüfungen mehr schlecht als recht bestanden. Aber die meisten von uns hatten trotzdem den Eindruck, unsere Lehrer seien an der ETH oder an der Uni gut ausgebildet worden. Woher kommt denn heute plötzlich die Bereitschaft eines Teils der Bevölkerung, in propagiertes Misstrauen gegen die Naturwissenschaftler einzustimmen und es weiterzuverbreiten?

Bezahlen wir denn als Bürgerinnen und Bürger nicht Steuern auch für eine hervorragende Bildung und Forschung an ETH und Universitäten in Naturwissenschaften? Erwarten wir nicht von den Menschen, die dort forschen, lehren und studieren, dass sie uns warnen, wenn sie Gefahren erkennen? In der Fachwelt soll darüber debattiert, und über ernsthafte Debatten berichtet werden. Aber sich einfach denen anschliessen, die bestreiten, weil sie keine Konsequenzen ziehen wollen? Nein.

Ebenso gefährlich ist die Entmutigung. Es zirkulieren nun in den sozialen Medien auch Behauptungen, es nütze sowieso alles nichts mehr. Ein Beispiel: „What if we stopped pretending? The climate collapse is coming.“ Sollen wir also die Zeit, die uns dazu bleibt, einfach noch für ein „lustiges“ Leben ohne Rücksicht auf das Klima nutzen? Selbst wenn nicht auszuschliessen ist, dass wir schwere Folgen bisherigen und heutigen Verhaltens nicht mehr verhindern können: Unsere Selbstachtung und unsere Liebe zu den jüngeren Generationen lassen uns kämpfen, solange und so stark wir können.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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