Sie befinden sich hier:

Putins Sturz erwarten?

Brutale Machterhaltung ist Kernkompetenz von Diktatoren. Beispiele, die die Erwartungen dämpfen, Putin könnte bald gestürzt werden: Hitler, Mao, Kim Jong Un…

Adolf Hitler liess 1934 die SA-Führung durch die SS liquidieren, um angeblich einen Putschversuch des SA-Führers Ernst Röhm niederzuschlagen: Link.

Maos „Kulturrevolution“ 1966-1976: „(…) Mit der vordergründigen Zielsetzung, kapitalistische, bürgerliche und traditionalistische Infiltrierungen der Gesellschaft durch eine Fortsetzung des Klassenkampfs zu entfernen, ging die Bewegung mit massiven Menschenrechtsverletzungen und politischen Morden bis auf der höchsten Ebene einher; unter anderem verstarben Maos jeweils in Ungnade gefallene designierte Nachfolger Liu Shaoqi und Lin Biao. (…)“ (Link)

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un liess sogar seinen älteren Halbbruder ermorden (Link).

Es gäbe weitere Beispiele. Putin kann sich seine Vorbilder auswählen. Aber selbst wenn er gestürzt wird – wer käme nach? Wer hätte Hitler stürzen können, wenn nicht ein Himmler, ein Göring oder jemand von vergleichbarem Zuschnitt? Das Attentat anständiger Männer, die allzu spät das Verhängnis Hitler erkannten und die Konsequenz ziehen wollten, scheiterte am 20. Juli 1944.

Siehe auch: „Steht dem Westen eine lange Koexistenz mit Putin bevor?“ (Link)

Sowie Andreas Rüesch, Redaktor im Ressort International der NZZ: „Putin ist noch nicht am Ende“ (1.7.23, Link)

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Neutralitätsinitiative – wäre die Reduitstrategie wieder möglich?

Die Neutralitätsinitiative will der Schweiz verbieten, militärischen Widerstand mit Unterstützung aus dem Ausland, insbesondere der NATO, vorzubereiten und Gegenleistungen zu erbringen. Dies legt nahe, dass sich Bundesrat und General wieder für eine Réduitstrategie – den Rückzug des Gros der Armee in den Alpenraum – entscheiden müssten, wenn ein Angriff droht. Auch die Voraussetzungen für eine militärische Verteidigung des Alpenraums haben sich aber seit dem Zweiten Weltkrieg verändert.

Weiterlesen »